17. April 2013, 7:02 Uhr
Rocker-Schlägerei in Bremen
Die Polizei hat nach der Massenschlägerei zwischen Mitgliedern der in Bremen verbotenen Rockgruppe Mongols und den Hells Angels anonyme Kritik zurück gewiesen. Unterstützer der Mongols hatten der Polizei unter anderem vorgeworfen, angeblich unbewaffnete Freunde der Mongols festgenommen zu haben. Beide Rockergruppen hätten aufeinander eingeschlagen, sagte der Bremer Polizeipräsident Lutz Müller zu den Vorwürfen.
Ein Großaufgebot der Bremer Polizei war im Einsatz, auch um das Gebiet weiträumig abzusperren.
Demzufolge seien die Beamten davon ausgegangen, dass beide Gruppen Schlagwaffen gehabt hätten. Deshalb seien auch Mitglieder der Mongols vorläufig festgenommen worden. Vorwürfe, wonach die Polizei das ehemalige Vereinsheim der Mongols gestürmt und beschädigt haben soll, wies Müller ebenfalls zurück. Die Beamten hätten lediglich kontrolliert, ob das Vereinsverbot eingehalten werde. Die Mongols sind seit knapp einem Jahr in Bremen verboten. Ob die Auseinandersetzungen damit zusammenhängen, dass der Bremer Anführer der Mongols offenbar jetzt an der Spitze dieser Rockergruppe in ganz Deutschland steht, wollte Müller nicht bestätigen. Allerdings könnte dies und der Kampf um die Herrschaft in der Stadt zu Auseinandersetzungen wie der am vergangenen Wochenende führen. Die Polizei ist auf weitere Ausschreitungen vorbereitet, so Müller.
Am 17. April wird sich die Innendeputation der Bremischen Bürgerschaft treffen, um über die Rocker-Kriminalität in der Stadt zu sprechen. Die CDU hatte die Sondersitzung beantragt. Anlass ist eine Schlägerei zwischen verschiedenen Rocker-Gruppen in der Bremer Innenstadt am vergangenen Wochenende. Dabei wurden rund 100 Rocker von der Polizei vorübergehend fest- oder in Gewahrsam genommen.
Eine Schlägerei unter Rockern konnte in Bremen nur von einem Großaufgebot der Polizei beendet werden.
Der innenpolitische Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion, Wilhelm Hinners, will von Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) wissen, wie er einen drohenden Rocker-Krieg verhindern will. Bis jetzt unterschätze er die Gefahr, so Hinners. Denn bisher sorge die Polizei nur dafür, dass die Rocker ihre Macht nicht mehr öffentlich vorführen. An die eigentlichen kriminellen Strukturen kämen die Ermittler dagegen nicht heran. Die CDU fordert deswegen, dass die Polizei mehr Geld und Personal bekommt. Die Innenbehörde bezeichnete die Forderungen der CDU als "albern". Nur weil die Polizei das Rockermilieu so intensiv beobachte, sei am 12. April 2013 nicht mehr passiert. Ziel des Senators sei es weiterhin, Rocker-Vereine zu verbieten, heißt es.
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