11. März 2013, 12:37 Uhr
Tarife öffentlicher Dienst
Die Lehrer in Bremen haben weitere Proteste angekündigt. Sie sind unzufrieden mit dem Tarifabschluss für die Angestellten im öffentlichen Dienst, denn ein großer Kritikpunkt wurde damit nicht gelöst. Die Gewerkschaften wollten erreichen, dass angestellte Lehrer gleich bezahlt werden. Bislang gibt es von Land zu Land zum Teil große Gehaltsunterschiede.
Die Forderung nach mehr Geld konnten die Gewerkschaften durchsetzen. Die Lehrer wollen aber weiter für gleiche Bezahlung in den Bundesländern kämpfen.
Die rund 800.000 Angestellten der Bundesländer bekommen mehr Geld: Über einen Zeitraum von zwei Jahren erhalten sie in mehreren Schritten ein Gehaltsplus von 5,6 Prozent. "Ein gutes Ergebnis", sagte Christian Gloede von der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschafft (GEW) in Bremen. Dass es aber wieder keine Einigung auf einheitliche Gehaltsklassen für angestellte Lehrer gibt, bezeichnet er als "demütigend". Bislang entscheiden die Länder, in welche Gehaltsklasse ein Lehrer eingruppiert wird. In Bremen sind knapp 1.000 der 5.000 Lehrer nicht verbeamtet. Sie verdienen weniger als die Kollegen. Die Lehrergewerkschaft will, dass Finanzsenatorin Karoline Linnert (Grüne) notfalls direkt eine Vereinbarung für die Bremer Lehrer abschließt.
Die Vorsitzende des Gesamtpersonalrates der öffentlich Beschäftigten in Bremen, Doris Hülsmeier, hat gefordert, den Tarifabschluss der Angestellten auch für die Beamten zu übernehmen – und zwar Eins-zu-eins. In der Vergangenheit hatten die Beamten in Bremen zwar immer auch von den ausgehandelten Erhöhungen profitiert – allerdings erst später als ihre angestellten Kollegen. Solche Verzögerungen dürfe es diesmal nicht geben, sagte Hülsmeier.
Auch die Bremer Landesregierung wird den Tarifabschluss bei ihren Haushaltsberatungen jetzt berücksichtigen müssen. Heute treffen sich nämlich alle Senatoren, um über den Rahmen für den Haushalt 2014/2015 zu beraten. Die Tarifsteigerung kostet Bremen laut Berechnungen des Finanzressorts elf Millionen Euro 2013 und 23 Millionen 2014. Sollten auch die Beamten besser bezahlt werden, dann werden die Beträge noch größer.
Tarifeinigung kostet Bremen 34,5 Millionen Euro
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