27. Mai 2013, 11:52 Uhr
Metall- und Elektroindustrie
Der Tarifabschluss in der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie ist unter Dach und Fach: Die IG Metall und der Arbeitgeberverband Nordmetall haben sich wie erwartet darauf geeinigt, den Pilotabschluss aus Bayern im Bereich Küste zu übernehmen. Damit steigen Löhne und Gehälter der insgesamt 140.000 Beschäftigten in Norddeutschland in zwei Stufen.
An der Küste war man in den Verhandlungen zu keinem Ergebnis gekommen, hatte aber bereits frühzeitig auf einen Abschluss im Süden Deutschlands gehofft.
Am 1. Juli 2013 um 3,4 Prozent und dann um weitere 2,2 Prozent am 1. Mai 2014. Der neue Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 20 Monaten. Arbeitgeber und Gewerkschaft haben außerdem vereinbart, mehr für benachteiligte Jugendliche zu tun. Ein neu, und gemeinsam aufgelegter Fonds in Höhe von 200.000 Euro soll mit eigenen Förderprojekten bessere Ausbildungsmöglichkeiten in den Betrieben schaffen. Beide Seiten begrüßten den Abschluss. "Das Ergebnis kann sich sehen lassen", heißt es bei der IG Metall Küste. Der Verhandlungsführer für Nordmetall nannte den Abschluss "fair für Betriebe und Beschäftigte".
Bundesweit war es in den vergangenen Wochen zu Warnstreiks gekommen, auch im Norden hatten sich mehrere Zehntausend Beschäftigte der Branche an Aktionen beteiligt. Drei erfolglose Verhandlungsrunden waren dem Pilotabschluss voraus gegangen, auf den sich die Tarifparteien in Bayern dann geeinigt hatten.
Gewerkschaft begrüßt Einigung im Süden
Auf der Weser zum Warnstreik, [3:39]
Keine Einigung im Tarifstreit der Metall- und Elektroindustrie
Metall-Tarifverhandlungen
Ein Kommentar von Sven Weingärtner
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