16. Januar 2013, 12:37 Uhr
Netzanbindung der Windparks
In die Anbindung von Windparks in der Nordsee ans Stromnetz an Land kommt Bewegung. Der japanische Automobilhersteller "Mitsubishi" beteiligt sich jetzt beim Stromnetzbetreiber "Tennet" als Gesellschafter. Er steigt mit einer halben Milliarde Euro beim Netzanschluss von Offshore-Windparks in der Deutschen Bucht ein.
Viele dieser Seekabel müssen noch verlegt werden, bis der von Windparks auf dem Meer erzeugte Strom an Land gebracht werden kann.
Konkret geht es um die Anbindung von fünf Hochsee-Windparks. Aus Sicht des Branchenverbandes Windenergie-Agentur (WAB) mit Sitz in Bremerhaven ist der Vertrag mit Mitsubishi ein gutes Zeichen, aber noch nicht ausreichend für die Energiewende. Es müssten noch weitere Investoren diesem Beispiel folgen. Tennet sieht den Abschluss als ersten Schritt, um weitere Kapitalgeber mit ins Boot zu holen.
Dass der Strom aus den Windparks ans Festland kommt, ist ein entscheidender Baustein, um die Energiewende umzusetzen. Denn in Zukunft soll der meiste Strom aus erneuerbaren Energien stammen. Wegen der schleppenden Netzanbindung hatten zuletzt mehrere Energiekonzerne Windpark-Projekte auf Eis gelegt. Der Netzbetreiber "Tennet" hatte schon vergangenes Jahr mit Mitsubishi verhandelt, erst jetzt kam das Geschäft zum Abschluss.
Mit der Mitsubishi-Beteiligung sollen die Offshore-Windparks "Global Tech 1", "Veja Mate" und "Bard Offshore 1" sowie "Amrum Bank West" und "Godewind I und II" angeschlossen werden. Für "Global Tech 1" beispielsweise bauen die Unternehmen "Areva" und "Weserwind" in Bremerhaven Windkraftanlagen und Fundamente. Für "Amrum Bank West" sind Siemens-Anlagen vorgesehen. Das Unternehmen will offenbar in Bremerhaven oder Cuxhaven ein Produktionswerk bauen.
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