24. Januar 2013, 11:57 Uhr
Chance für Neubeginn
Die seit drei Monaten streikende Stammbelegschaft beim Verpackungshersteller "Neupack" ist am 24. Januar 2013 an ihre Arbeitsplätze in Rotenburg (Wümme) und Hamburg-Stellingen zurückgekehrt. Die Industriegewerkschaft Bergbau Chemie Energie (IG BCE) hatte die Streikenden aufgefordert, ihren Arbeitskampf auszusetzen – als Zeichen der Gesprächsbereitschaft an die Geschäftsleitung.
Drei Monate lang haben Neupack-Mitarbeiter gestreikt.
"Wir wollen damit die Chance zu einem Neubeginn der Gespräche mit der Neupack-Geschäftsführung eröffnen", sagte Jan Eulen von der IG BCE. Die Gewerkschaft hoffe, dass die Geschäftsleitung auf diese Geste reagiert. Die Gewerkschaft fordert mehr Lohn und eine Beteiligung der IG BCE an den Tarifgesprächen. Der Ton der Auseinandersetzung wurde im Verlauf des Streiks immer schärfer.
Neupack wird seit Anfang November 2012 von den Beschäftigten der Werke in Rotenburg und Hamburg-Stellingen bestreikt. Sie fordern einen Lohn wie in vergleichbaren Unternehmen der Branche. Bislang bekommen die Neupack-Arbeiter 8,50 Euro pro Stunde. Die Geschäftsleitung möchte den Streik der Beschäftigten gerichtlich verbieten lassen. Am 25. Januar 2013 wird das Arbeitsgericht Verden über diesen Antrag verhandeln.
Streik bei Neupack ausgesetzt, [0:35]
Neupack-Mitarbeiter in Rotenburg schwer verletzt
Tarif-Gespräche bei Neupack
Blockade der Neupack-Einfahrt war zulässig
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