3. Dezember 2012, 22:00 Uhr
Jacobs University Bremen
Der designierte Präsident der privaten Jacobs University in Bremen, Heinz-Otto Peitgen, hat in einem Radio-Bremen-Interview die Finanzierungspläne aus der Gründungsära der Universität aus heutiger Sicht als "fahrlässig" bezeichnet. Außerdem erklärte Peitgen, dass die Jacobs University Kosten senken und Einnahmen steigern werde.
Die Jacobs University verhandelt derzeit mit der Stadt Bremen über weitere öffentliche Zuschüsse. Vor sechs Wochen war bekannt geworden, dass die private Universität große Finanzierungsprobleme hat. Grundsätzlich ist Bremen dazu bereit, Geld zu geben, erwartet dafür aber konkrete Maßnahmen auf Seiten der Universität. Der Mathematiker Heinz-Otto Peitgen, der das Amt des Uni-Präsidenten zum 1. Januar 2013 Januar übernimmt, sagte zu Radio Bremen, dass die neue Leitung sich darum kümmern werde. So werde man Personal einsparen, auch bei den Professoren, und die Studiengebühren "moderat" erhöhen.
Die Summe von drei Millionen Euro an jährlicher Unterstützung, die sich die Jacobs University Informationen zufolge von der Stadt erhofft, wollte Peitgen weder bestätigen noch dementieren. Außerdem hält er eine Finanzierung von Privatunis ohne jegliche öffentliche Kofinanzierung in Deutschland für unmöglich: Es gebe weltweit vielleicht eine Handvoll Universitäten, die so funktionierten. Das werde in der Diskussion über Privatunis nicht klar gesehen, so Peitgen. Selbst die renommierte Harvard University werde zu erheblichen Teilen öffentlich mitfinanziert. Die Verhandlungen zwischen der Jacobs University und der Stadt sollen bis zum Jahreswechsel abgeschlossen sein.
Die internationale Jacobs University Bremen
Studierende aus aller Herren Länder
Diskussion um weitere Finanzhilfen
Jacobs University bittet um öffentliche Zuschüsse
Die Jacobs University
Eine Privat-Universität zwischen Geist und Geld
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