30. Oktober 2012, 19:57 Uhr
Bremer Ausländeramt
Ab Sommer 2013 sollen im Bremer Ausländeramt deutliche Verbesserungen zu spüren sein. "Dann werden wir umgestellt haben auf die neuen Standards", sagte Staatsrat Holger Münch im Gespräch mit Radio Bremen. Bislang müssen Flüchtlinge, Asylsuchende und andere Ausländer in Bremen wochenlang warten, bis die Behörde ihnen neue Papiere ausstellt oder die Aufenthaltserlaubnis verlängert.
Video: Besserung in Sicht für das Ausländeramt
Einstellungen, Infos und Kommentare
"Probleme, die über so viele Jahre entstehen, lösen Sie nicht in drei Tagen", rechtfertigt Münch die Dauer der Umstrukturierung der Ausländerbehörde. "Wir haben einen kompletten Neuentwurf gemacht." Unter anderem mit mehr Personal sollen die langen Wartezeiten der Vergangenheit angehören. 15 neue Sachbearbeiter sollen eingestellt werden. Außerdem werden in der Ausländerbehörde die Öffnungszeiten von 19 auf 24 Stunden pro Woche verlängert. Künftig soll es dadurch auch Termine an zwei Nachmittagen geben.
Zwei Beschäftigte werden nichts anderes tun, als Telefonate anzunehmen. Denn die Behörde ist derzeit telefonisch schlecht erreichbar, weil Mitarbeiter wegen des Arbeitsdrucks den Hörer nicht abheben. Zukunftsmusik bleibt aber, dass Termine für Behördengänge auch per Internet vereinbart werden können. In anderen Ausländerämtern gibt es diese Möglichkeit schon. Die Verbesserungen durch neues Personal würden aber frühestens 2013 wirksam, erklärte Stadtamtschefin Marita Wessel-Niepel.
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