24. November 2012, 19:08 Uhr
SPD-Pläne zur Rente
Der Bremer SPD-Landeschef Andreas Bovenschulte hat das verabschiedete Rentenkonzept seiner Partei begrüßt. Es sei der harmonische Ausgang einer längeren Diskussion, "die den Sozialdemokraten gut getan hat", so Bovenschulte im Gespräch mit Radio Bremen. Der kleine Parteitag der SPD in Berlin hatte am Samstag ohne Gegenstimmen den Kurs in der Rentenpolitik festgelegt.
Die SPD will, dass Beschäftigte nach 45 Versicherungsjahren – ohne Abzüge – in Rente gehen können. Zudem soll es eine steuerfinanzierte sogenannte Solidarrente von mindestens 850 Euro geben. Weitere Idee der SPD: Das derzeitige Rentenniveau von 50 Prozent des Einkommens soll gehalten werden. Laut Bovenschulte, der als Delegierter in Berlin dabei war, kann so Armut im Alter vermieden werden. Dies sei besonders für Bremen ein extrem wichtiger Aspekt. "Wer mit 18 ins Berufsleben startet und sich fast kaputt arbeitet, der soll auch ohne Abzüge mit 63 aufhören können, so Bovenschulte. Der Preis dafür sei ein "maßvolles" Anheben der Rentenbeiträge für alle.
Bovenschulte äußerte sich nach dem Delegiertentreffen auch zur Diskussion über die Nebeneinkünfte von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück. Dies sei in Berlin aber nur relativ kurz und ohne Schärfe thematisiert worden. "Steinbrück hat sich nichts zu Schulden kommen lassen und sich vor einigen Wochen dazu umfassend und offen geäußert. Eine nachhaltige Wirkung im Bundestagswahlkampf sehe ich da nicht.", so Bovenschulte. Da gebe es bei anderen Parteien "ganz andere Nebeneinkünfte", so der Bremer SPD-Landeschef.
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