24. Dezember 2012, 10:37 Uhr
Demonstration in Cuxhaven
Mit einem Protestmarsch durch Cuxhaven haben am Samstagnachmittag Mitarbeiter des Strabag-Tochterunternehmens "Ludwig Voss" gegen drohende Massentlassungen demonstriert. Der Baukonzern hatte angekündigt, die Hochbausparte des Cuxhavener Traditionsunternehmens komplett aufzugeben.
Eisige Zeiten für die Beschäftigten des Bauunternehmens Voss.
"Strabag – Arbeitsplatzvernichter Nummer eins" stand auf einem Transparent, mehr als 250 Demonstranten zogen durch die Cuxhavener Innenstadt. Auf einem Sarg lag die Voss-Firmenfahne. Mit der Aktion wollten Mitarbeiter, Gewerkschafter und Kollegen anderer Cuxhavener Baufirmen deutlich machen, dass sie die Voss-Arbeitsplätze nicht kampflos zu Grabe tragen lassen. Die Strabag-Zentrale müsse wissen, dass der Ruf des Konzerns "mitbeerdigt wird", wenn 80 Voss-Mitarbeiter auf die Straße gesetzt werden, erklärte ein Sprecher des Betriebsrates.
Im Januar 2013 soll über einen Sozialplan für die Voss-Mitarbeiter verhandelt werden. Der Baukonzern "Strabag" hatte die 1919 gegründete Firma Voss im vergangenen Jahr gekauft. Das Ende für die Hochbausparte wurde mit der schlechten Auftragslage begründet. Laut Betriebsrat sind die Auftragsbücher des Unternehmens aber voll.
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