14. Dezember 2011, 6:37 Uhr
Streit wurde beigelegt
Das Hafen-Umschlagsunternehmen "Eurogate" und die Gewerkschaft "Verdi" haben am Dienstag ihren Konflikt um einen Gesamthafenbetrieb (GHB) am künftigen Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven beigelegt. Einen Tag nach einer Protestaktion von Hafenarbeitern in Bremen einigten sie sich auf konkrete Schritte zur Gründung eines GHB in Wilhelmshaven.
Auch im Tiefwasserhafen soll es keine Leiharbeiter von privaten Anbietern geben.
Nach mehrstündigen Beratungen habe sich der Terminalbetreiber "Eurogate" bereit erklärt, einen Gesamthafenbetrieb in Wilhelmshaven einzurichten, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Eurogate und der Verdi. Der GHB soll beim Jade-Weser-Port (ähnlich wie in Bremen, Bremerhaven und Hamburg) als Personaldienstleister auftreten und mit seinen Beschäftigten bei Personalengpässen aushelfen – also dann, wenn bei Umschlagspitzen am Containerterminal mehr Mitarbeiter gebraucht werden als Eurogate hat.
Die Gewerkschaft hatte sich vehement für dieses Modell eingesetzt, weil sie verhindern wollte, dass private Leiharbeiterfirmen in Wilhelmshaven zum Zuge kommen. Mitte Januar 2012 will Eurogate mit den zuständigen Ministerien über die Gründung eines GHB in Wilhelmshaven verhandeln, unter anderem mit dem Bundesfinanzministerium und dem Land Niedersachsen.
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