4. Februar 2012, 1:00 Uhr
Unternehmen mit Bremer Tradition
Die Container-Reederei "Hapag-Lloyd" bekommt offenbar neue Eigentümer. Wie die Tageszeitung "Die Welt" berichtete, wollen der Transportunternehmer Klaus-Michael Kühne und die Stadt Hamburg Hapag-Lloyd komplett übernehmen. Dafür würden sie dem Tourismuskonzern TUI dessen Anteile von derzeit gut 33 Prozent abkaufen, berichtet die Zeitung.
Der Norddeutsche Lloyd
wurde 1857 von Hermann Henrich Meier und Eduard Crüsemann in Bremen gegründet. 1970 fusionierte er mit der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien-Gesellschaft (HAPAG) zur Hapag-Lloyd AG.
Der in der Schweiz lebende Hamburger Klaus-Michael Kühne hält bereits 25 Prozent der Hapag-Lloyd-Aktien. Sowohl der Inhaber des Transportunternehmens "Kühne und Nagel" als auch die Stadt Hamburg hatten mehrfach betont, dass sie einen Verkauf an einen internationalen Investor verhindern wollten. Hapag-Lloyd als einzige deutsche Reederei von Weltrang und größter Kunde des Hafens solle unbedingt in Hamburg gehalten werde.
"Der Prozess ist zwar noch nicht abgeschlossen, aber die Würfel sind gefallen, sagte Kühne der Zeitung. Wie hoch die Kaufsumme sein wird, ist nicht bekannt. Kühne hat mit Hapag-Lloyd ehrgeizige Ziele: Er wolle, dass die Reederei sich unter den ersten fünf der Branche etabliere, sagte er der Welt.
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