6. Dezember 2011, 11:12 Uhr
Lloyd-Werft Bremerhaven
Die Geschäftsführung der Bremerhavener Lloyd-Werft hat Aussagen der Gewerkschaft über eine drohende Zerschlagung der Werft widersprochen. Dies sei nicht geplant, sagte Geschäftsführer Rüdiger Pallentin in einem Gespräch mit Radio Bremen. Entsprechende Befürchtungen waren am Montagabend am Rande einer Aufsichtsratssitzung laut geworden.
Aus der Lloyd-Werft soll ein Gewerbepark werden.
Pallentin spricht von einer Umstrukturierung der Werft und einer Ergänzung zum Schiffbaugeschäft. Demnach will sich das Unternehmen weitere Standbeine erschließen, indem es zum Beispiel künftig auf dem Werftgelände mit den Produzenten von Windenergieanlagen für die Offshore-Parks zusammenarbeitet. Dadurch sollen Arbeitsplätze gesichert werden. Bis zu 70 Mitarbeiter der Werft könnten langfristig für diese Tätigkeit qualifiziert werden. Ob und wann diese Zahl erreicht wird, ist Pallentin zufolge aber noch unklar.
Der Schiffbau-Bereich der Werft soll weitergeführt werden. Um die Werft in mehrere Unternehmensbereiche aufspalten zu können, muss sie laut Pallentin in eine Besitz- und eine Betriebsgesellschaft aufgeteilt werden. Betriebsrat und Belegschaft beruhigt das nicht. Die einzelnen Betriebe seien nicht überlebensfähig, so Werftarbeiter und Betriebsrat auf einem Protestmarsch am Dienstagvormittag. Die Belegschaft hat Angst vor Lohnkürzungen und vor dem Abbau von Arbeitsplätzen. Was genau auf die rund 430 Mitarbeiter zukommt, ist noch unklar.
Den Informationen zufolge will Mehrheitsgesellschafter Dieter Petram bis spätestens Februar 2012 eine neue Betriebs- und Besitzgesellschaft gründen.
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