4. Dezember 2012, 14:31 Uhr
Beschluss des Senats
Der Bremer Senat hat den Bau des Schwerlasthafens für die Offshore-Windkraft-Industrie in Bremerhaven beschlossen. Bis 2016 soll der Offshore-Basis-Terminal fertig sein. Dort sollen Bauteile für von Windkraftanlagen in der Nordsee verschifft werden. 180 Millionen Euro investiert Bremen in den Bau. Ursprünglich wollte der Senat erreichen, dass der Hafen von privaten Investoren gebaut wird.
Tonnenschwere Fundamente für Windkraftanlagen sollen im neuen Hafen verladen werden.
Allerdings fanden sich keine Firmen, die das Risiko tragen wollten. Nun nimmt das Land Geld in die Hand, um die aufstrebende Windkraft-Branche an Bremerhaven zu binden. Rund 3.000 Arbeitsplätze sind dort in diesem Bereich in den vergangenen Jahren entstanden. Weitere 8.000 bis 13.000 Jobs könnten nach Aussagen von Gutachtern in der Region hinzu kommen. Direkt hinter dem Hafen liegt das Gewerbegebiet "Luneplate" mit einer Fläche von 250 Hektar.
Reis und Glück für den Offshore-Hafen, [7:29]
Bremens Regierungschef Jens Böhrnsen (SPD) sprach von der wahrscheinlich wichtigsten Infrastruktur-Entscheidung dieser Wahlperiode. Den Löwenanteil der 180 Millionen Euro muss das Hafenressort aufbringen. Doch auch die anderen Ressorts helfen mit. Außerdem sollen 50 Millionen Euro aus höheren Gewinnausschüttungen jener Firmen zusammenkommen, an denen Bremen beteiligt ist. Diese Summe soll auf die Jahre 2014 bis 2018 verteilt werden. So plant der Senat eine Finanzierung, die ohne Kredite auskommt.
Planung für den neuen Hafen an der Weser in Höhe der Luneplate.
Wie kann sich Bremen den Schwerlasthafen leisten?
Dazu der Häfensenator und der hafenpolitische Sprecher der CDU
Bau wird aus dem Landeshaushalt finanziert
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