13. Mai 2013, 17:08 Uhr
Dritte Verhandlungsrunde
Die dritte Verhandlungsrunde im Tarifstreit für die 140.000 Beschäftigten in der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie hat keinen Durchbruch gebracht. Es habe keine Annäherung im Punkt "Lohnerhöhung" gegeben, aber einen konstruktiven Austausch über gemeinsame Ausbildungsprojekte für förderbedürftige Jugendliche, teilte die Arbeitgeberseite am 13. Mai 2013 mit.
Die IG Metall hat auch für Dienstag wieder zu Wanrstreiks aufgerufen.
"Wir müssen leider feststellen, dass die IG Metall erst einmal an ihrem Warnstreik-Fahrplan festhält", berichtete der Verhandlungsführer von Nordmetall, Thomas Lambusch. Die IG Metall hat für den 14. Mai 2013 in etlichen Betrieben im Norden erneut zu Warnstreiks aufgerufen. Der Bezirksleiter der IG Metall Küste, Meinhard Geiken, kritisierte, dass die Arbeitgeber noch nicht bereit sein, bei ihrem bisherigen Angebot nachzulegen.
Die Arbeitgeberseite kritisierte die geplanten Warnstreiks. Wenn ohnehin Ausstände geplant seien, müsse nicht am Tag vorher verhandelt werden. "Das ist uns ein bisschen zu viel Ritual", sagte ein Vertreter von Nordmetall. Ein Sprecher der IG Metall Küste sagte dagegen, die Gewerkschaft wolle konstruktiv verhandeln. Die IG Metall fordert für die Beschäftigten 5,5 Prozent mehr Geld. Die Arbeitgeber haben bislang 2,3 Prozent angeboten.
Die Verhandlungen wurden vertagt, ohne einen neuen Termin zu vereinbaren. Der Bezirk Küste setzt auf eine Einigung im Süden Deutschlands. "Damit dort bis Mitte der Woche ein Pilotabschluss gelingt, werden wir auch an der Küste noch einmal kräftig Druck machen", so Geiken.
Im Haus der Wirtschaft im Hamburg hatten die beiden Seiten nicht mit den Tarifkommissionen getagt, sondern lediglich die Verhandlungsführer, begleitet von Tarifexperten, geschickt. Hintergrund sind die laufenden Verhandlungen in Baden-Württemberg und Bayern, die noch in dieser Woche zu einem Pilotabschluss führen könnten. Zum Tarifbezirk Küste zählen die Bundesländer Hamburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und das nordwestliche Niedersachsen.
Erst streiken, dann verhandeln
Große Beteiligung an Warnstreiks in Bremen
Der Streit um höhere Löhne
IG Metall ruft Beschäftigte zum Warnstreik auf
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