31. Dezember 2012, 13:47 Uhr
Nationales Register
Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) will den privaten Waffenbesitz auf ein Minimum begrenzen. Es gehe nicht darum, Sportschützen und Jäger bei der Ausübung ihres Hobbys einzuschränken, sagte der Senator anlässlich des Starts des neuen Nationalen Waffenregisters zum 1. Januar 2013.
SPD-Innensenator Ulrich Mäurer will Waffengesetz ändern.
Er sehe jedoch keine Begründung, die den Besitz von Großkaliberwaffen mit hoher Durchschlagskraft rechtfertigen könnte. Auch die gesetzlichen Vorgaben für die Aufbewahrung von Waffen und Munition müssten im Interesse der öffentlichen Sicherheit weiter hinterfragt werden. "Ich setze darauf, dass sich die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag im Jahre 2013 so verändern, dass eine Reform des Waffengesetzes Aussicht auf Erfolg hat", sagte Mäurer.
Unabhängig davon werde das Bremer Stadtamt die Zahl der Kontrollen 2013 deutlich erhöhen, um so viele Waffen wie möglich aus dem Verkehr zu ziehen. Der Bundestag hatte die Einrichtung des Registers im April 2012 beschlossen. Deutschland erfüllt damit eine EU-Vorgabe, die bis Ende 2014 umgesetzt werden sollte. Hintergrund sind etwa die Amokläufe von Erfurt und Winnenden. Bundesweit sind 5,5 Millionen legale Waffen bei 1,4 Millionen Waffenbesitzern an das Nationale Waffenregister gemeldet worden, davon rund 16.000 bei knapp 5.400 Waffenbesitzern in Bremen.
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