6. Mai 2013, 16:19 Uhr
Nach IG-Metall-Aufruf
Bundesweit sind Anfang Mai Tausende Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie in den Warnstreik getreten. In Bremen und im nordwestlichen Niedersachsen beteiligten sich nach Angaben der Industriegewerkschaft Metall rund 11.000 Menschen an den Protestaktionen.
Die Warnstreiks konzentrierten sich in Bremen auf die Werke von Mercedes und Airbus.
In Bremen war davon besonders das Mercedes-Werk in Sebaldsbrück betroffen. Dort streikten im Laufe des Tages mehr als 3.000 Menschen, sagte die IG Metall, Bereich Küste. Außerdem gab es Warnstreiks bei zehn weiteren Betrieben der metallverarbeitenden Industrie in Bremen, Bremerhaven und in Achim. In Bremerhaven beteiligten sich insgesamt rund 700 Mitarbeiter an den Ausständen, darunter unter anderem auf der Lloyd-Werft und bei Weserwind.
Am 6. Mai 2013 haben weitere hundert Metaller in Nordwest-Niedersachsen ihre Arbeit niedergelegt. Zentrum der Warnstreiks im Nordwesten war die Meyer-Werft. Hier legte die Frühschicht rund zwei Stunden eher die Arbeit nieder. Am Mittag trafen sich nach Gewerkschaftsangaben rund 1.400 Mitarbeiter vor den drei Werkstoren. Auch die Spät- und die Nachschicht beteiligte sich am Warnstreik.
Die Gewerkschaft fordert 5,5 Prozent mehr Geld für die 140.000 Beschäftigten der Metall- und Elektrobranche in Norddeutschland. Die Arbeitgeber hatten zuletzt 2,3 Prozent angeboten. Die nächste Tarif-Verhandlungsrunde ist für den 13. Mai 2013 in Bremen angesetzt.
Warnstreik: Arbeiter wollen mehr Geld, [3:12]
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