2. Mai 2013, 11:39 Uhr
Laufende Tarifverhandlungen
Mehrere Tausend Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie sollen am Donnerstag und Freitag in den Warnstreik treten. An dem Ausstand würden sich Mitarbeiter von etwa 70 Betrieben in Norddeutschland beteiligen, teilte die Industriegewerkschaft Metall im Bezirk Küste mit. Schwerpunkt ist der Nordwesten.
Noch liegen die Forderung der Gewerkschaft und das Angebot der Arbeitgeber weit auseinander.
Am Donnerstag sind Kundgebungen in Wilhelmshaven geplant, am Freitag in Bremen, Achim und Nordenham. Mit den Warnstreiks will die IG Metall ihren Forderungen in der aktuellen Tarifrunde Nachdruck verleihen. Die Gewerkschaft fordert für die bundesweit rund 3,7 Millionen Beschäftigten 5,5 Prozent mehr Geld für zwölf Monate. Die Arbeitgeber bieten nach zwei Nullmonaten eine Erhöhung von 2,3 Prozent bei einer Laufzeit von 13 Monaten an. Das hat die Gewerkschaft abgelehnt. Das Angebot decke nicht einmal die Preissteigerung ab, so IG-Metall-Vizevorsitzender Detlef Wetzel.
In Bremen-Mahndorf soll die Spätschicht bei der Lear Corporation, einem Zulieferbetrieb der Automobilindustrie, ihre Arbeit unterbrechen. In der Nachtschicht soll es dann auch das Mercedes-Werk in Sebaldsbrück treffen, dort soll sich der Warnstreik dann morgen durch den ganzen Tag ziehen. Betroffen sein soll am Freitag auch der Flugzeughersteller Airbus.
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