7. Februar 2012, 18:53 Uhr
RWE kritisiert Verfahren
Der Energiekonzern RWE hat erhebliche Verzögerungen beim Bau von deutschen Offshore-Windparks angekündigt. Vor allem beim Netzanschluss gebe es Probleme, sagte RWE-Innogy-Chef Hans Bünting in Hamburg. Der Bau des von RWE geplanten Windparks "Nordsee-Ost" wird demnach erst ein Jahr später als geplant ans Netz gehen können.
Dieser Windpark sollte 2013 seinen Betrieb aufnehmen. Das Unternehmen habe den Bauplan anpassen müssen, sagte Bünting. Man sei aber noch in Verhandlungen mit der Bundesnetzagentur. Grund für die Verzögerung sind – laut RWE – zu aufwändige Genehmigungsverfahren. Außerdem seien zu viele verschiedene Behörden eingebunden.
Für die RWE entstehe dadurch ein Schaden im dreistelligen Millionenbereich, so Bünting. In Großbritannien zum Beispiel sei ein Windparkbetreiber verpflichtet, den Netzanschluss selbst zu legen und anschließend wieder zu verkaufen. Das sorge für eine bessere Planungssicherheit.
Für den Windpark "Nordsee-Ost" will die RWE Anfang 2013 damit beginnen, die Fundamente zu verschiffen. Bremerhaven ist der Basishafen für die Arbeiten. Für den Aufbau von Windparks auf hoher See hat die RWE in Südkorea zwei jeweils 100 Millionen Euro teure so genannte Errichterschiffe bauen lassen. Sie sollen noch im Februar 2012 in Bremerhaven eintreffen.
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