31. Oktober 2012, 17:09 Uhr
Windkraftanlagen-Hersteller
Die Tarifverhandlungen für die rund 2.000 Beschäftigten des Windkraftanlagenherstellers Repower sind nach Gewerkschaftsangaben geplatzt. Mehr als 500 Beschäftigte hatten vor dem Hauptsitz des Konzerns in Hamburg demonstriert. Die IG Metall Küste hatte auch die Mitarbeiter in Bremerhaven zu den Protestaktionen aufgerufen.
300 Repower-Mitarbeiter kamen aus Bremerhaven mit dem Bus, um in Hamburg zu demonstrieren.
"Nachdem es in der letzten Runde Fortschritte gab, haben sie uns heute vollkommen unerwartet erklärt, dass es keinen Tarifvertrag geben wird", sagte Tarifsekretärin Stephanie Schmoliner. Sie führte die Verhandlungen für die Bezirke Küste und Berlin-Brandenburg-Sachsen. Das Verhalten des Arbeitgebers sei nicht nachvollziehbar. Repower kritisiert dagegen das Verhalten der Gewerkschaftt. "Wir wären heute erneut bereit gewesen, einen Vorschlag zu machen. Die IG Metall ließ nicht erkennen, mit ausreichender Ernsthaftigkeit mit uns diskutieren zu wollen", schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. Die IG Metall will in der nächsten Woche ihr weiteres Vorgehen beraten.
Erster Warnstreik schon im Oktober
Anfang Oktober hatte es bereits einen ersten Warnstreik gegeben, an dem sich mehr als 900 Beschäftigte des Unternehmens beteiligten. "Die Beschäftigten wollen eine transparente und nachvollziehbare Bezahlung", sagte der Bezirksleiter der IG Metall Küste, Meinhard Geiken. Die Gewerkschaft fordert eine stufenweise Anerkennung der Tarifverträge für die Metall- und Elektroindustrie sowie einen Tarifvertrag für die Rufbereitschaft der Servicetechniker. Die Repower-Gruppe beschäftigt nach eigenen Angaben rund 3.000 Mitarbeiter weltweit und gehört zur indischen Suzlon-Gruppe.
Tarifverhandlungen bei Repower abgebrochen, [1:28]
Protest in Hamburg
500 "Repower"-Mitarbeiter streiken in Bremerhaven
Mitarbeiter streiken für einen Tarifvertrag
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