1. Februar 2012, 17:53 Uhr
Wichernstift in Ganderkesee
Der Insolvenzverwalter des angeschlagenen Altenheimes Wichernstift in Ganderkesee bei Bremen will den Betrieb bis spätestens Ende 2012 in die wirtschaftliche Unabhängigkeit entlassen. Nach der freiwilligen Kündigung des bisherigen Betriebsrates werde es leichter sein, ein Sanierungskonzept umzusetzen, sagte Verwalter Berend Böhme am Mittwoch vor Journalisten in Ganderkesee.
Die fünf Betriebsratsmitglieder waren am Dienstag nach monatelangem Streit geschlossen zurückgetreten und hatten der von der Geschäftsführung geforderten Kündigung zugestimmt. Das ehemals zur Diakonie gehörende Heim kämpft seit Jahren ums wirtschaftliche Überleben.
Im November 2011 musste es zum zweiten Mal binnen eines Jahres Insolvenz anmelden. Bis Dezember vergangenen Jahres mussten 70 der einst 130 Bewohner das Haus verlassen. Der Trägerverein des Wichernstifts wollte in dem Heim nach der Insolvenz zunächst eine neue und kleinere Facheinrichtung für Demenzkranke eröffnen. Dies war jedoch gescheitert, weil der Betriebsrat bislang seiner eigenen Kündigung nicht zustimmen wollte. Dies hatte der Vereinsvorsitzende Jörg Emken zur Bedingung gemacht.
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