6. Februar 2013, 18:39 Uhr
Bremer Wirtschaftsdeputation
Die Bremer Wirtschaftsdeputation hat sich dafür ausgesprochen, dass Maklergebühren in Zukunft komplett vom Vermieter bezahlt werden müssen. Wenn auch die Bürgerschaft zustimmt, kann sich das Land Bremen im Bundesrat einer Initiative der Bundesländer Hamburg und Nordrhein-Westfalen anschließen und so versuchen, das Gesetz "mieterfreundlicher" zu machen.
Makler sollen künftig von denen bezahlt werden, die sie beauftragen.
Der Bremer Mieterverein hat die Entscheidung gelobt. Geschäftsführer Reinhard Josties sagte zu Radio Bremen, dass damit Mietern gewaltige Kosten erspart werden könnten, die sowieso nicht nötig seien. Er geht davon aus, dass viele Vermieter in Zukunft selbst nach einem Nachmieter suchen würden. Eine Wohnungsanzeige koste gerade mal 40 Euro und sei nicht vergleichbar mit den Gebühren für einen Makler. Die können bis zu zwei Monatsmieten plus Umsatzsteuer ausmachen.
Der Bremer Verband der Wohnungseigentümer "Haus & Grund" bleibt gelassen. Geschäftsführer Bernd Richter wies darauf hin, dass durch ein solches Gesetz die Mieten steigen würden. Alle Kosten für eine Wohnung würden vom Vermieter in den Mietpreis eingerechnet. Das betreffe auch die Maklergebühren.
Vermieter sollen Maklerprovision bezahlen, [1:18]
Maklergebühr soll in Zukunft geteilt werden
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