14. Dezember 2012, 13:35 Uhr
Drittel der Flotte stillgelegt
Die Bremer Fluggesellschaft OLT Express muss drastisch sparen. Das Unternehmen will deshalb vier bis fünf Flugzeuge stilllegen – ein Drittel seiner Flotte. Die Geschäftsführung begründete die geplanten Einschnitte unter anderem damit, dass die Schweizer Fluglinie Swiss, eine Lufthansa-Tochter, einen Chartervertrag nicht verlängern wird.
Wie viele der insgesamt bundesweit gut 500 Arbeitsplätze bei OLT wegfallen, stehe noch nicht fest, sagte Firmensprecher Matthias Burkard. Er machte allerdings keinen Hehl daraus, dass es bei den Sparmaßnahmen um – so wörtlich – "gravierende Einschnitte" gehe.
OLT will jetzt zunächst mit der Arbeitnehmervertretung reden. Um den Personalabbau möglichst gering zu halten, schlägt die Unternehmensleitung Kurzarbeit und Teilzeitarbeit vor. Die erst erst kürzlich gestarteten Verbindungen nach Wien, Berlin und Stuttgart werden eingestellt und bereits geplante Investitionen in neue Flugziele gestrichen. Man habe sich entschlossen, frühzeitig gegenzusteuern, um das Unternehmen zu sichern, erklärte der Sprecher.
Video: OLT erneut in der Krise
Einstellungen, Infos und Kommentare
OLT Express gehört dem niederländischen Finanzinvestor Panta Holding. Am Standort Bremen, wo auch ein Großteil der Verwaltung sitzt, beschäftigt OLT rund 200 Mitarbeiter.
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