Arbeitgeber-Auszeichnung
Mit respektvollem Duzen, Kohlfahrten und einer Kaffemaschine im Büro hat es eine Firma aus Bremen zu einem Preis für den besten Arbeitgeber Deutschlands geschafft. Die IT-Firma hat alleine im vergangenen Jahr 50 neue Mitarbeiter eingestellt.
Abat - kann sich über den Top Job Preis 2013 freuen.
Das Bremer Unternehmen Abat mit Sitz in der Admiralstrasse in Findorff ist zwar gerade mal 15 Jahre alt, hat aber schon mehrere rasante Wachstumsschübe hinter sich: Allein im vergangenen Jahr sind 50 neue Mitarbeiter eingestellt worden, überwiegend junge Leute. Der Altersdurchschnitt liegt bei 34 Jahren, sagt Gesellschafter Ronald Wermann beim Rundgang durch die modernen Büroräume mit viel Glas: "Eine Hälfte des Büros ist der Kommunikationsraum. Hier treffen wir uns, hier frühstücken wir zusammen, hier trinken wir Kaffee. Hier haben wir dann unseren Meeting-Bereich".
Logistik-Unternehmen und die Riesen der Automobilindustrie gehören zu den Kunden der IT-Experten. Dort sind die Abat-Mitarbeiter vor Ort, in der Regel von Montag bis Donnerstag. Eigentlich ein schwieriger Job, weil man sein soziales Umfeld nur am Wochenende hat. Jetzt am Wochenende steht in der Firma eine Kohlfahrt auf dem Programm.
"Wir sind freundlich, damit die Mitarbeiter bei uns bleiben"
Der SAP-Berater und der SAP-Entwickler sei ein stark umworbenes Berufsbild, berichtet der Gesellschafter. "Jeder unserer Mitarbeiter bekommt mindestens einmal im Monat Anrufe von Headhuntern, die sie abwerben wollen", vermutet der Gesellschafter. "Wir sind nicht nur so freundlich, weil das Spaß macht, sondern auch aus Selbstzweck, damit die Mitarbeiter bei uns bleiben."
Das Geheimnis von Abat ist eigentlich ganz einfach, sagt Gesellschafterin Gyde Wortmann: "Die Firmenkultur, das Miteinander, der respektvolle Umgang miteinander. Wir haben hier einen anderen Umgangston als in vielen anderen Unternehmen. Ich selber würde es den skandinavischen Umgangston nennen. Ich selber bin dänisch-deutsch aufgewachsen. Und da ist es üblich, sich zu duzen. Aber respektvoll zu duzen. Und das ist das, was wir hier handhaben."
Alles ganz freiwillig
Die Mitarbeiter dürfen sehr viel selbst entscheiden, es gibt keine festgelegten Budgets. Klar gibt es auch mal Probleme, aber dann wird gemeinsam gesprochen und nach einer Lösung gesucht. Herzstück der kommunikativen Firmenkultur ist der wöchentliche Newsletter. Hier stehen nicht nur die neusten Informationen drin, sondern auch Persönliches: Geburtstage, Fotos und Hobbies. Alles ganz freiwillig, natürlich.
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