BLG-Chef im Porträt
Auf der Hauptversammlung der BLG Logistics Group in Bremen wurde dem scheidenden Vorstandsvorsitzenden Detthold Aden eine echte Krone überreicht: Als Dank für seine erfolgreiche Arbeit, kürten ihn Aktionäre zum "König der Logistik". Damit kann das Berufsleben des so erfolgreichen wie anerkannten BLG-Chefs so glitzernd zuende gehen, wie es immer wieder auch verlaufen war.
Tatsächlich war dem jungen Detthold das Transportwesen praktisch bereits in die Wiege gelegt. Er wurde am 21. Februar 1948 in eine Wilhelmshavener Spediteurs-Familie hineingeboren. Großvater und Vater belieferten zuerst mit dem Pferdewagen und später mit dem LKW Geschäftskunden und Privathaushalte in der Stadt. „Klein-Detthold“ war von Anfang an mit dabei. Kein Wunder, dass er bereits alles über das Transportgeschäft wusste, als er im April 1964 seine Lehre als Speditionskaufmann bei der Firma Güter-Schnell-Verkehr Carl Graetz in Wilhelmshaven begann.
Stolz erinnert sich Aden: „Schon zu Beginn der Ausbildung leitete ich ein kleines Auslieferungslager.“ Nach mehreren leitenden Positionen in Speditionen in Stuttgart und Frankfurt wurde er – ohne Studium und mit gerade mal 26 Jahren – Gründungsgeschäftsführer von United Parcel Service Deutschland, kurz UPS. 1982 warb ihn Bertelsmannchef Reinhard Mohn höchstpersönlich als Alleingeschäftsführer für seine Verlagsauslieferung ab. Nach einer weiteren Station bei Thyssen Haniel wechselte Aden schließlich zu dem Bremer Traditionsunternehmen von 1872, der Bremer Lagerhaus Gesellschaft BLG.
Seine Aufgabe beim Großbetrieb an der Weser: Er sollte aus dem verschnarchten Hafenumschlagsunternehmen einen profitabler Logistikkonzern mit internationaler Ausrichtung machen. Dies ist ihm in seiner 14jährigen Amtszeit tatsächlich gelungen. BLG Logistics ist mittlerweile europaweit Marktführer im Container- und im Autoumschlag. Daneben spielt das Unternehmen eine führende Rolle in der sogenannten Kontraktlogistik: Die BLG versorgt Autofabriken im Ausland mit den nötigen Bauteilen und beliefert für Tchibo Geschäfte und Kunden mit Haushaltswaren und Gebrauchsgütern aller Art.
Die Zahlen belegen den Erfolg: Als Detthold Aden kam, hatte die BLG gerade einmal 3.000 Beschäftigte, heute sind es 16.000. Und aus einem leichten Verlust von vor 14 Jahren machten Aden und seine Vorstandskollegen, trotz Schifffahrtskrise, einen Gewinn vor Steuern von 50 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Auch Staatsrat Heiner Heseler (SPD) aus dem Bremer Wirtschaftsressort lobt den dynamischen Konzernlenker. Aden, so Heseler, sei es gelungen, ein mehrheitlich Öffentliches Unternehmen wie ein Privatunternehmen zu führen und auf Gewinn zu trimmen. So soll es auch bleiben, hat sein Nachfolger Frank Dreeke angekündigt.
Detthold Aden verabschiedet sich bereits nächste Woche aus Bremen: Dann reist er für mehrere Monate an seinen Zweitwohnsitz in Brasilien. Im Herbst will er wiederkommen und entscheiden, welche Aufsichtsratsmandate und Verwaltungsratsposten er künftig übernehmen will. Fest steht für ihn allerdings, dass seine Trennung von der BLG Logistics endgültig ist. Er lässt keinen Zweifel daran, dass er sich dort nicht mehr einmischen will.
BLG-Vorstandschef sagt Tschüß, [4:38]
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