BLG Logistics wächst weiter
Während das Containergeschäft des Hafenbetriebs BLG Logistics im Jahr 2012 stagnierte, verzeichneten das Automobilgeschäft und die Service-Geschäfte für andere Firmen Zuwächse. Mittlerweile transportiert das Bremer Logistik-Unternehmen die meisten Fahrzeuge in Europa und betreibt das größte Hochregallager.
Video: Reporter Markus Daschner zur BLG-Bilanz
Einstellungen, Infos und Kommentare
BLG Logistics Group
Das Logistikunternehmen entstand 1998 aus der Bremer Lagerhaus-Gesellschaft (BLG), die Kaufleute 1877 als Aktiengesellschaft gründet hatten. Anteilseigner sind die Stadtgemeinde Bremen (50,4%), die Bremer Landesbank (12,6%), die Sparkasse Bremen (12,6%) sowie Kleinaktionäre (24,4%). Weltweit sind mehr als 16.000 Mitarbeiter beschäftigt, davon etwa die Hälfte in Bremen und Bremerhaven.
Insgesamt stieg der Umsatz der Bremer Unternehmensgruppe um 13,5 Prozent auf gut 1,1 Milliarden Euro. Unterm Strich blieb ein Vorsteuergewinn von etwa 49 Millionen Euro übrig. Für BLG-Chef Detthold Aden verlief das Geschäftsjahr 2012 damit erfolgreicher als erwartet. Besonders gut entwickelte sich, nach seinen Angaben, die Automobilsparte des Logistikkonzerns. Das Unternehmen konnte insgesamt fast 6,8 Millionen Fahrzeuge umgeschlagen, technisch aufbereiten und auf Straßen, Schiene und Binnenwasserstraßen weitertransportieren. Vor allem die Autoexporte florierten. Mit ihrem Geschäftsbereich Automobile hat es die BLG inzwischen zur Nummer Eins in Europa gebracht.
Ebenfalls auf Wachstumskurs befand sich 2012 die sogenannte Kontraktlogistik. In diesem Geschäftszweig wickelt die BLG zum Beispiel für namhafte Autohersteller wie BMW und Daimler die Teileversorgung von deren Montagewerken im Ausland ab.
Daneben versorgt die BLG vom Hochregallager im Bremer Güterverkehrszentrum aus, übrigens dem größten in Europa, im Auftrag des Tchibo-Konzerns deren Läden und Kunden mit Gebrauchsartikeln. Ab Mitte 2013 übernimmt die BLG auch noch das Online-Geschäft von Tchibo. Das bringt nach BLG-Angaben 200 zusätzliche Jobs im Bremer Hochregallager.
Das Containergeschäft, das vom Tochterunternehmen Eurogate abgewickelt wird, legte 2012 nicht zu. Der Containerumschlag verharrte auf Vorjahresniveau. Laut BLG lag das vor allem an dem schrumpfenden Transportaufkommen infolge der Eurokrise.
Im Mai gibt Detthold Aden seinen Vorsitz im BLG-Vorstand ab. Er kann hoch zufrieden auf seine 14-jährige Amtszeit zurückblicken: Der Umbau der einstigen Bremer Lagerhausgesellschaft in einen modernen Hafen- und Logistikkonzern mit mehreren Standbeinen sei geglückt. Aden wörtlich: "Wir wollten die BLG internationalisieren. Das ist gelungen. Wir wollten die BLG unabhängiger machen von dem Hauptergebnisbringer Container. Das ist uns jetzt gelungen." Aus einem Umschlagunternehmen mit 3.000 Beschäftigten und leichten Verlusten ist während der Ära Aden ein internationaler Logistik-Konzern mit mehr als 16.000 Beschäftigten und einem Jahresgewinn von fast 50 Millionen Euro geworden. Auch für den Hauptanteilseigner Bremen, dem 50,4 Prozent der BLG-Aktien gehören, lohnt sich das Geschäft: Nach Unternehmensangaben fließen für 2012 rund 25 Millionen Euro in die Kasse der Stadtgemeinde.
Für das laufende Geschäftsjahr ist BLG-Chef Aden insgesamt optimistisch. Trotz des voraussichtlich weiterhin stagnierenden Containergeschäfts erwartet er für die Unternehmensgruppe ein Umsatzplus von acht bis neun Prozent. Das Unternehmen plant 2013 weltweit rund 1.000 Neueinstellungen. Der Gewinn soll mindestens wieder das Vorjahresniveau erreichen.
Gespräch mit Reporter Reinhard Sablotny:
Bremer Lagerhaus-Gesellschaft legt Bilanz 2012 vor, [4:50]
Der Bremer "König der Logistik" geht
Detthold Aden machte aus der BLG einen profitablen Weltkonzern
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