Böhrnsens Türkei-Reise
Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) hat in der Woche nach Pfingsten mehrere Tage die Türkei besucht. Ein Abstecher führte die Bremer Gesandtschaft auch in die Partnerstadt Izmir. Die Delegation aus Politikern und Wirtschaftsvertretern begleitete Radio-Bremen-Reporter Steffen Hudemann. Im Nordwestradio zog er Bilanz.
Bremens Bürgermeister Böhrnsen während seines Besuches in der Türkei.
Radio Bremen: Wie intensiv sind denn die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Bremen und der Türkei?
Steffen Hudemann: Die sind durchaus groß. Das zeigt ein Beispiel: Die Wirtschaftsförderung Bremen hat ein Büro in der türkischen Partnerstadt Izmir, um Wirtschaftskontakte voranzubringen. Ein solches Büro hat Bremen sonst nur noch in China und den USA. In Bremen leben ja immerhin rund 40.000 Menschen mit türkischen Wurzeln. Allein deswegen gibt es schon eine wichtige Beziehung zwischen diesen beiden Städten, beziehungsweise Ländern. Allerdings sind diese Wirtschaftsbeziehungen zwischen Bremen und der Türkei noch nicht so, wie sie sein könnten. Da ist noch einiges zu tun, damit noch mehr türkische Unternehmen nach Bremen kommen.
Radio Bremen: In welchen Bereichen gibt es denn schon Zusammenarbeit?
Steffen Hudemann: Es gibt Zusammenarbeit im Kleinen. Ich war in einer kleinen Textilfabrik, die stellen Kinderkleidung aus Bio-Baumwolle her, die hier in Norddeutschland und in Skandinavien reißenden Absatz findet. Da gibt es hier in Bremen einen Geschäftspartner, der Deutsch-Türke ist, der beide Länder kennt. Der weiß genau, wie muss man mit dem Produzenten in der Türkei umgehen und was wollen die Deutschen, wenn es denn am Ende hier auf den Markt kommt. Das war ein Beispiel aus dem Kleinen, aber ich habe das Gefühl, auf größerer Ebene könnte man da noch mehr machen.
Radio Bremen: Hat da der Besuch der Bremer Delegation was gebracht ?
Steffen Hudemann: Das war ja ein Ziel der Reise. Ich habe da das Gefühl, dass sich da schon was angebahnt hat. Es gab da so ein paar Dinge in den Bereichen Müllwirtschaft, in der Energiebranche, im Automobil-Sektor. Iszmir hat da eine große Industriezone mit einigen Automobilzuliefererbetrieben. Das ist für Bremen ja auch interessant.
Radio Bremen: Wie fällt denn die Bilanz von diesem fünftägigen Türkeibesuch Böhrnsens denn nun insgesamt aus?
Steffen Hudemann: Das ist ja immer schwer zu greifen. Es gibt wenig, wo man am Ende sagen kann: Das ist jetzt in die Wege geleitet. In erster Linie ging es wohl darum, sich mal sehen zu lassen. Daraus könnten sich dann neue Dinge ergeben.
Gemeinsame Sache: Der Handel zwischen Bremen und Izmir, [4:26]
Böhrnsen in der Türkei
Radio-Bremen-Reporter Steffen Hudemann berichtet
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