Naturerlebnis oder Finanzschock
Seit Juni 2003 gibt es das Schaugewächshaus im Bremer Rhododendron-Park und fast genauso lange gibt es immer wieder finanzielle Probleme. Wie es dazu kommen konnte, haben wir in einer Chronik zusammengefasst.
Die "Botanika" ist nach eigenen Angaben Deutschlands erstes Grünes Science Center: Dem Besucher sollen hier Reisen durch die Welt der Pflanzen und Themen wie Artenvielfalt oder Pflanzenökologie geboten werden. Asiatische Landschaften, das Entdeckerzentrum und der Botanische Garten gehören zu dem 800 Quadratmeter großen Gebäude. Darin durchlaufen die Besucher eine stilisierte überdimensionierte Rhododendron-Blüte, um zu den einzelnen interaktiven Themen-Inseln mit Bildern, Grafiken, Filme und Klangkollagen zu gelangen.
Das Konzept des neuen Hauses nennt sich "Edutainment", eine Mischung aus Education (Lernen) und Entertainment (Unterhaltung). Spielerisch sollen die Besucher zum Beispiel im Entdeckerzentrum herausfinden, wie sich ein Rhododendron-Busch mit Nahrung versorgt, wie die Photosynthese funktioniert, welche Bedeutung die Pflanze für ihre Umwelt hat oder wie die unterschiedlichen Rhododendron-Sorten riechen.
Das Konzept von Botanika galt 2003 als bewährt: Man wollte kein herkömmliches pflanzenkundliches Museum oder Gewächshaus bauen, sondern Natur erlebbar machen und zum Experimentieren animieren. Die Ähnlichkeit mit dem Universum Science Center in Bremen war nicht zufällig. Das Ausstellungsdesign stammte ebenfalls von der Stuttgarter Agentur Milla & Partner. Geleitet wird die Botanika anfangs von Gunnar Sprengel, seit 2002 hauptamtlicher Geschäftsführer der Rhododendron-Park-GmbH. Nebenamtlicher Geschäftsführer wird Michael Werbeck, im Hauptberuf Leiter der Naturschutzabteilung beim Senator für Bau um Umwelt. Barbara Engelschall ist als Museumspädagogin für die Vermittlung der "Botanika"-Inhalte verantwortlich.
2003: Den Bund und das Land hat das Konzept überzeugt. 17,8 Millionen Euro hat das Erlebnis-Gewächshaus gekostet - 15 Millionen Euro stammen aus dem Bremer Investitions-Sonderprogramm. Die restlichen 2,8 Millionen Euro hat das Bundesamt für Naturschutz bezahlt. Der Chef der Rhododendron-Park GmbH, Gunnar Sprengel, zeigte sich optimistisch. Er erhofft sich jährlich 200.000 Besucher zusätzlich in seiner bundesweit einzigartigen Erlebniswelt - bei damals jährlich 300.000 Besuchern des Rhododendron-Parks ein ambitioniertes Vorhaben.
Februar 2004: Schon ein halbes Jahr nach der Eröffnung fällt die Bilanz der Botanika ernüchternd aus: Es wurden rund 27.500 Besucher weniger gezählt als erhofft. Vor allem fehlte es an Besuchergruppen. Dafür kamen mehr Erwachsene als geplant. Deshalb und weil die Kosten niedriger sind als erwartet, ist das Botanika-Management dennoch zufrieden. Von einer drohenden Pleite könne keine Rede sein, hieß es.
Oktober 2004: Die finanzielle Situation spitzt sich zu. Der Senat bewilligt weitere 600.000 Euro für die Botanika. Zu diesem Zeitpunkt regiert in Bremen die Große Koalition (SPD/CDU).
Dezember 2004: Geschäftsführer Gunnar Sprengel und Marketingleiter Stephan Cimbal legen zum Jahreswechsel ihre Ämter nieder. Beide beteuern, ihr Weggang habe nichts mit den Problemen der Botanika zu tun. Vielmehr hätten sie andernorts bessere Angebote bekommen. Cimbal wird später Marketingchef des Nürburgrings, dessen Erlebniswelt 2009 mit rund 300 Millionen Euro Verlust pleite geht.
Februar 2005: Nur 100.000 Besucher kamen bisher, das Defizit beläuft sich auf 630.000 Euro. Bernd Linke wird neuer Geschäftsführer.
Ende 2005: Die Botanika hat inzwischen ein Minus von 900.000 Euro angehäuft. Um sie vor der Pleite zu retten, müsste Bremen mindestens eine halbe Million Euro pro Jahr beisteuern. Die Schließung wäre aber auch teuer. Neben den Rückbaukosten von rund einer Million Euro müssten zudem Fördermittel des Bundes in Höhe von 2,6 Millionen Euro zurückgezahlt werden. Erstmals wird erwogen, private Partner einzubinden oder das Angebot mit Finanzhilfe des Bundes zu verbessern.
November 2005: Bremens Umweltsenator Jens Eckhoff (CDU) plädiert während einer Beiratssitzung in Horn-Lehe dafür, auf den Großteil des Rhododendron-Parks in der Blütezeit Eintritt zu erheben. Der Eintritt in die Botanika soll im Preis in Höhe von acht Euro für die Monate April, Mai und Juni enthalten sein. Die Empörung auf der gut besuchten Sitzung ist groß. Die Gegner vermuten, dass so die Botanika quer finanziert werden soll. Weil man mit weniger Besuchern und deshalb geringen Einnahmen rechnet, wird der Plan fallen gelassen. In diesem Jahr kamen nur 98.000 Besucher.
Seit der Eröffnung kamen immer weniger Besucher. Erst 2011 lockte die "Grüne Schule Botanika" wieder mehr Schüler und Kindergartenkinder an.
September 2006: Die Architektenkammer legt einen detaillierten "Katalog für Sofortmaßnahmen" für die Botanika vor. Der fordert, dass künftig streng gesondert ausgewiesen werden soll, wie viel Geld der Stadt für den Rhododendron-Park und wie viel für den botanischen Garten ausgegeben werde. Der Senat soll sich mit der Zukunft der "Botanika" befassen, und entscheiden, ob die Anlage stillgelegt oder mit einer fest vereinbarten staatlicher Subvention in Höhe von 900.000 Euro weiter betrieben wird. Das entspricht dem erwirtschafteten Verlust von 2006. Die Bremer Grünen fordern eine genaue Untersuchung der Geschäftszahlen, lehnen aber die Subventionierung erstmal ab. Dies könne sich Bremen bei der derzeitigen Haushaltslage nicht leisten. Eine gemeinsame Erklärung der Grünen in Schwachhausen, Horn-Lehe und Borgfeld wirbt dafür, "zunächst einen Schlussstrich zu ziehen" und dann über ein "angemessenes und finanziell realisierbares Nachfolgekonzept zu diskutieren".
Oktober 2006: Der Senat bewilligt eine "einmaligen Finanzspritze" in Höhe von 600.000 Euro, um den Betrieb der Botanika erst einmal aufrecht zu erhalten. Bausenator Ronald-Mike Neumeyer (CDU) kommentiert: "Die heutige Entscheidung schafft eine Voraussetzung, jetzt eine dauerhaft tragfähige Zukunftsperspektive zu entwickeln." Der Geschäftsführer der Botanika, Linke, hält weiterhin einen dauerhaften Zuschuss für nötig.
November 2006: Die Zukunft bleibt nach wie vor unklar: Bausenator Neumeyer (CDU) gibt vor dem Beirat Horn-Lehe bekannt, dass er eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen hat. Die soll jetzt prüfen, wie es mit dem öffentlichen Gewächshaus weiter geht. Neumeyer geht von einem jährlichen Zuschuss von 740.000 Euro aus, um die Botanika langfristig zu retten. "Wir müssen sehr nüchtern zur Kenntnis nehmen, dass sich eine Einrichtung dieser Art mit diesen Energiekosten und diesen Bewirtschaftungskosten allein für die Pflanzen nicht trägt", so Neumeyer. "Das ist ein Beitrag für die Gesellschaft und da muss der Gesamtsenat die Frage beantworten, ist uns das etwas wert oder ist es uns nichts wert", sagte er. Nur 72.000 Besucher sind 2006 in die Botanika gekommen. Sollte die Pflanzen- und Naturausstellung im Rhododendron-Park die Arbeitsgruppe nicht überzeugen können, droht schon im Sommer 2007 das Aus.
Anfang 2007: Die Botanika erhält einen städtischen Zuschuss von 930.000 Euro, 500.000 Euro davon fließen allein ins Marketing. Nur 74.000 zahlende Besucher werden diesem Jahr kommen. Bei durchschnittlichen Einnahmen von fünf Euro pro Person wird somit mehr Geld für Marketing ausgegeben, als an Eintrittsgeldern eingenommen wird.
April 2007: Eine Stiftung für den Rhododendron-Park wird gegründet. Sie soll Spenden einsammeln und so die Pflege der Grünanlage langfristig sichern. Die vor einem halben Jahr gegründete Arbeitsgruppe, die ein Zukunftskonzept für die Botanika aufstellen sollte, ist noch zu keinem Ergebnis gekommen.
Mai 2007: Nach zwölf Jahren Großer Koalition kommt in Bremen Rot-Grün an die Macht. Das schwarz-rote Großprojekt Botanika gerät ins Wanken. Die Betreibergesellschaft ist eine Tochter der Bremer Umweltbehörde. Nach Angaben von Behördensprecher Holger Bruns benötigt das Projekt jährlich rund eine halbe Million Euro an öffentlichen Mitteln, um zu überleben. Die neue Landesregierung muss jetzt entscheiden, ob sie sich diese Ausgabe leisten will. Die oppositionelle FDP kündigte Widerstand an: "Wir werden uns dafür einsetzen, dass kein weiteres Steuergeld für die Botanika verbrannt wird", sagt der Bürgerschaftsabgeordnete Bernd Richter. "Entweder es findet sich ein privater Betreiber mit einem tragfähigen Konzept, oder das Science Center wird als frei begehbares Gewächshaus in den Rhododendron-Park integriert."
August 2007: Die neuen Senatoren Reinhard Loske (Bau & Umwelt, Grüne), Karoline Linnert (Finanzen, Grüne), Wirtschaftsstaatsrat Heiner Heseler (SPD) und Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) treffen sich, um über die Zukunft der angeschlagenen Botanika zu beraten. Antworten müssen sie bis zur Senatsklausur Mitte September finden.
November 2007: Eigentlich will die rotgrüne Regierung das jährliche Defizit nicht mehr tragen. Nach heftigen Protesten unter anderem der neuen Bürgerinitiative "Pro Botanika" bleibt alles beim Alten, jedoch mit reduzierten Zeiten und ohne Marketing- Budget. Die Botanika bekommt für 2008 einem staatlichen Zuschuss von rund 400.000 Euro.
Januar 2008: Die Stadt Bremen zieht sich aus dem Betreiberrisiko zurück. Bernd Linke, der die Geschäfte der Botanika seit Anfang 2005 führte, ist nicht weiter Geschäftsführer, mietet die Botanika aber an. Die Stadt finanziert zwar weiterhin die Heizkosten und die Gärtner. Das restliche Personal aber beschäftigt nun Linkes Firma, die auch das verbleibende wirtschaftliche Risiko trägt. Bremen will auf diese Weise 500.000 Euro jährlich sparen. Dieses Modell gilt zunächst aber nur ein Jahr. Denn parallel läuft die Suche nach einem neuen Konzept und einem neuen Betreiber weiter.
Mai 2008: Das Projekt braucht immer wieder öffentliche Zuschüsse, weil zu wenig Besucher kamen. Der Senat beschließt deshalb, einen neuen, privaten Betreiber zu suchen. Auf den Tisch kommen auch neue Nutzungs-Ideen, wie etwa ein Wellness- und Hotelbetrieb oder auch ein kleiner Zoo. Aber keiner der Vorschläge hätte das defizitäre Pflanzen-Museum alleine finanzieren können. Bis Mitte Juli 2008 sollten die Interessenten ihre Konzepte vorlegen. Der bisherige Betreiber Bernd Linke würde das Haus mit einem kleinen Tiergehege weiter betreiben wollen.
Anfang Oktober 2008: Die Besucherzahlen sind noch einmal drastisch zurück gegangen. Kenner prognostizieren für dieses Jahr gerade einmal 40.000 Gäste. Eigentlich sollte zum Jahreswechsel deshalb der klare Schnitt erfolgen. Die Botanika sollte von einem privaten Betreiber übernommen werden. Diese Hoffnungen haben sich zerschlagen, heißt es nun hinter vorgehaltener Hand. Alle Vorschläge im so genannten " Interessen-Bekundungsverfahren" gingen von einem deutlichen Bremer Finanz-Engagement aus. Als Wunschkandidat für die Verwaltung galten lange Zeit die Universum-Macher von "Petri & Tiemann", die allerdings bei anderen Projekten eingespannt sind und folglich aus dem Rennen ausscheiden. Es bleiben zwei Varianten: Entweder die Einrichtung weiter offenhalten, die Dienstleistungen noch weiter abspecken und das Defizit so zu reduzieren. Oder die Botanika zu schließen.
Ende Oktober 2008: Das Kapital der Rhododendron-Park-Stiftung soll um zehn Millionen Euro aufgestockt werden. Den kleineren Anteil in Höhe von 1,5 Millionen soll die Stiftung selber finanzieren. Für die restlichen 8,5 Millionen sollen private Sponsoren gefunden werden. Die daraus resultierenden Zinsen würden reichen, um die laufenden Kosten der Botanika von jährlich 700.000 Euro sowie die Investitionen zu decken, rechnet man damals. Der gesamte Gastronomiebereich soll beispielsweise erneuert werden, um auch größere Gruppen bewirten zu können. Falls keine privaten Geldgeber gefunden werden, müsste das Land einspringen und dafür zusätzlich Kredite aufnehmen.
Februar 2009: Bremen erhält 118 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II. Davon investiert das Land 1,5 Millionen Euro in die Botanika. Bei der FDP stößt diese Investition auf Ablehnung. Fraktionschef Uwe Woltemath kritisiert, dass der Senat Geld aus dem Bereich Bildung in die seit Jahren verlustträchtige Pflanzen-Erlebniswelt steckt. "Das ist keine Investition, sondern eine Subvention", so der Liberale. Klaus-Rainer Rupp von den Linken bemängelt, dass der Senat die Bremer Ortsteilbeiräte nicht mit einbezogen habe, als die Liste der Investitionsprojekte zusammengestellt wurde.
August 2009: Das Umweltressort bereitet ein neues Konzept samt Finanzierung vor: Wie der Rhododendron-Park, soll nun auch die Botanika eine eigene Stiftung als Finanzier erhalten. Mehr als zehn Millionen Euro aus diversen Töpfen sollen dort einfließen. Drei Millionen sollen aus öffentlichen Mitteln kommen. Aus dem Gewächshaus-Komplex soll - das steht schon länger fest - ein Bildungszentrum für Fragen der Umwelt und der Artenvielfalt werden. Insgesamt soll allein der Umbau mehr als drei Millionen Euro kosten. Die fehlenden Mittel sollen aus EU- Strukturfonds stammen. Der Senat soll sich demnächst mit der Neuausrichtung und dem Umbau der Botanika befassen, aus der, wie berichtet, die "neue Botanika " werden soll. Für 2009 rechnen Experten mit rund 30.000 Gästen.
November 2009: Das grüne Science-Center soll zum Jahreswechsel privatisiert werden. Aber fürs Zukunftskonzept fehlt noch Geld und die SPD will keine Haushaltsmittel mehr ausgeben. Für das Stiftungskonzept macht sich der Kaufmann Klaus Hollweg stark. Sonst hat aber bisher niemand Geld angeboten, abgesehen von privaten Stiftungszusagen über 1,5 Millionen Euro. Gebraucht würden zehn Millionen Euro. Drei Millionen sollen aus öffentlichen Mitteln kommen. In seinen Planungen für die Haushalte 2011/2012 rechnet der Senat nochmals mit Zuschüssen von jeweils 650.000 Euro für die Botanika. Danach aber soll es deutlich weniger werden: In den Jahren 2013 bis 2022 jeweils 250.000 Euro. Da die Botanika künftig ja auch als Bildungseinrichtung auftreten soll, mit Laboren, in denen Schüler und Studenten experimentieren können, soll das Bildungsressort davon 150.000 Euro jährlich tragen. Der Umweltsenator bekommt die Zustimmung für den abgespeckten Entwurf von Finanzsenatorin und Senatskanzlei.
Dezember 2009: SPD und Grünen einigen sich nach monatelangem Streit über die Zukunft der Botanika. Damit die Stiftungslösung für die Botanika gelingen kann, muss mehr privates Geld gesammelt werden. Wenn es gelingt, private Mittel über drei Millionen Euro hinaus zu akquirieren, gibt Bremen zu jedem weiteren privaten Euro einen Euro aus dem Haushalt dazu. So sollen sich privates und öffentliches Engagement die Waage halten. Kurz vor Jahresende wird die Stiftung gegründet.
Februar 2010: Wolfgang Klunker, Vorstand der neuen Stiftung "Bremer Rhododendron-Park", votiert auch dafür, die Botanika in eine eigene Stiftung übergehen zu lassen. Laut Klunker sind dort bereits drei Millionen Euro vom Senat und 1,5 Millionen Euro aus privater Hand eingeflossen.
Dezember 2010: Das Kapital der Stiftung Botanika ist inzwischen auf fünf Millionen Euro angewachsen. Für die beiden nächsten Jahre gibt es Zusagen, der Stiftung jeweils eine Million zu überweisen. Die Zinserträge des Stiftungsvermögens sollen die Botanika ab 2012 finanzieren: 70 Prozent der jährlichen Zinsen dürfen in die Botanika fließen. Die Stadt erneuert ihr Angebot, jeden Euro, der über drei Millionen hinausgeht, zu verdoppeln
März 2011: Eröffnung der Seminar- und Tagungsräume der "Grünen Schule Botanika" mit guter Resonanz: Kindergärten und Schulen nuten die neuen Möglichkeiten gerne. Bis Ende des Jahres finden dort 299 Veranstaltungen mit Schulklassen, 53 Veranstaltungen mit Vorschul- und Kindergartenkindern sowie zehn Lehrerfortbildungen und neun Veranstaltungen der Hochschulen statt. Daneben gab es einer Senatsvorlage zufolge weitere 350 private Veranstaltungen.
Dezember 2012: Die Stiftung Botanika verfügt inzwischen über ein Kapital von sechs Millionen Euro. Je die Hälfte stammen von privater Seite und der Stadt Bremen. Es wird weiter daran gearbeitet, mehr Stifter zu finden. Es stehen aber auch schon wieder neue Investitionen an: Etwa zwei Millionen Euro sind erforderlich, um die Botanika aufzufrischen. Das Entdeckerzentrum ist in die Jahre gekommen und muss - wie es in einer Senatsvorlage heißt - "reattraktiviert" werden. Was nichts anderes heißt als: Die alte Ausstellung lockt niemanden mehr und muss runderneuert werden. Nicht nur, weil etliche Exponate "nicht mehr zeitgemäß" und die Anlagen insgesamt "störungsanfällig und verschlissen" sind. Die Ausstellung gilt auch als zu sehr auf Rhododendron ausgerichtet. Um für einen Unterricht zur "biologischen Vielfalt" geeignet zu sein, müsse das Angebot breiter gefasst werden. Von den Gesamtkosten soll etwa eine Million in neue Exponate und die Ausstattung der Ausstellung fließen. 250.000 Euro sind erforderlich, um die Technik zu erneuern. Der Senat hofft, dass die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) ein Viertel der Kosten übernimmt.
Ein Problem sind weiter die laufenden Kosten und die Besuchereinnahmen. Insgesamt werden jährlich zwei Millionen Euro benötigt; der laufende öffentliche Zuschuss beträgt etwa 740.000 Euro jährlich. Die teilen sich bislang das Umweltressort (590.000 Euro) und das Bildungsressort (150.00 Euro). Das Bildungsressort aber will sich Ende 2012 aus der Finanzierung zurückziehen. Das Umweltressort deckt diese Lücke mit Mitteln aus der Wasserentnahme-Gebühr.
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