Bundesfreiwilligendienst beginnt
Der Wehrdienst ist passé und damit auch der Zivildienst. Seit 1. Juli werden die Zivis, also Zivildienstleistende, durch die Bufdis, Bundesfreiwilligendienstler, ersetzt. Sie spielen dann mit Kindern Fußball, bringen Rentnern ihr Essen nach Hause oder helfen bei der Pflege von kranken und behinderten Menschen. So stellt sich das CDU-geführte Bundesfamilienministerium den neuen bundesweiten Freiwilligendienst vor. Doch was macht den Bufdi-Job aus und wie unterscheidet er sich vom Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ)?
Bremen-Vier-Talk über Zivi, Bufdi und FSJ, [2:12]
Gespräch mit Reporter Cengiz Tarhan
Beim Bundesfreiwilligendienst kann im Prinzip jeder mitmachen. Das ist auch der Hauptunterschied zum FSJ, bei dem nur junge Menschen bis 27 teilnehmen dürfen. Die Bufdis bekommen ein Taschengeld von bis zu 330 Euro. Sie sind sozialversichert. Außerdem werden Unterkunft, Verpflegung und Dienstkleidung von den Anbietern übernommen.
Die neuen Freiwilligen können 20 oder mehr Wochenstunden arbeiten. Das FSJ ist aber eine Vollzeitstelle. Ein Bufdi ist zwischen sechs und 18 Monaten im Einsatz, kann aber nach einer Pause von fünf Jahren noch einmal den Dienst antreten. Im Unterschied dazu kann sich ein FSJler nur einmal für ein Jahr engagieren. Es gibt noch weitere Unterschiede: Der Bufdi muss seinen Vertrag mit einer Bundesbehörde abschließen und der FSJler kann es direkt mit seiner Einrichtung tun.
Bisher haben sich noch nicht so viele Menschen für den Bundesfreiwilligendienst gemeldet. Wohlfahrtsverbände in Deutschland befürchten deshalb einen Pflegenotstand. In Bremen und dem niedersächsischen Umland wird es den aber nicht geben, beruhigen das Rote Kreuz in Bremen und die Arbeiterwohlfahrt Weser Ems. Das Aus für den Zivildienst sei schließlich absehbar gewesen. Deshalb seien schon in der Vergangenheit immer mehr Stellen mit Bewerbern für das Freiwillige Soziale Jahr besetzt worden. Viele Einrichtungen beklagen, dass der neue Bundesfreiwilligendienst einfach noch nicht bekannt sei – das Freiwillige Soziale Jahr dagegen sei schon eine "etablierte Marke", für die man keine Werbung mehr machen müsse.
Macht der Bundesfreiwilligendienst überhaupt Sinn?, [5:04]
Gespräch mit dem Bundesgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Ulrich Schneider.
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12. Juni, 17:45 Uhr | EinsPlus
Info: Die Rundschau
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Info: Nordwestradio Journal
![Globus mit Mikrofon davor [Quelle: Radio Bremen] Globus mit Mikrofon davor [Quelle: Radio Bremen]](/nordwestradio/sendungen/nordwestradio_journal/journal104_v-mediateaser.jpg)
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