Meinungen im Nordwestradio
Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hatte gefordert, den Ausbau der Windparks auf hoher See drastisch zurückzufahren. Der Energiefachmann Holger Krawinkel bezeichnete die Energieerzeugung auf dem Meer als "wirtschaftlichen und technologischen Irrweg". Damit hat er offenbar einen Finger in eine offene Wunde gelegt und eine heftige Diskussion angefacht.
Laut Krawinkel gibt es in Deutschland sehr viel "Windpotenzial" an Land, nicht nur in Schleswig-Holstein, sondern auch in südlicheren Bundesländern. Dieses Potenzial könnte zu relativ günstigen Kosten erschlossen werden, auch ein Teil des Netzausbaus würde so überflüssig. Außerdem sei die Solarenergie deutlich günstiger geworden. Mit diesen beiden Energieträgern – der Solarenergie und der Windenergie an Land – könne man nach Ansicht Krawinkels die Ziele der Energiewende erreichen. Das dritte Standbein der Energiewende, die Windkraftnutzung auf dem Meer, hält Krawinkel unter den derzeitigen Kostenbedingungen für entbehrlich. Die derzeitigen Ausbauziele der Bundesregierung seien nicht nur unrealistisch, sondern auch teuer, sagte Krawinkel im Nordwestradio.
Ronny Meyer von der WAB.
Für den Interessenverband der Windkraft-Branche erinnerte Meyer, ebenfalls im Nordwestradio, daran, dass die Verbraucherzentralen bereits vor Jahren gegen die Photovoltaik argumentiert hätten – ebenfalls aus Kostengründen. Damit würde nur der Kohle- und Atomindustrie geholfen, so Meyer. Deutschland brauche jedoch alle Formen erneuerbarer Energien, um möglichst schnell aus der Nutzung von Kohle- und Atomstorm aussteigen zu können. Die WAB ist außerdem der Ansicht, dass Strom der in Windparks auf dem Meer erzeugt wird, langfristig auch günstiger werde. Man stehe erst am Anfang der Kostenreduktion, so Meyer.
Der Direktor der Initiative Agora Energiewende, Rainer Baake, kann der radikalen Forderung des Verbraucherzentrale Bundesverband nicht zustimmen. Die Studie der Agora Energiewende habe zwar in der Tat ergeben ergeben, dass es günstiger sei, Offshore nicht ganz so schnell auszubauen wie bisher geplant. Baake sieht ein Einsparpotential von bis zu 2,5 Milliarden Euro. Offshore Energie sei jetzt noch sehr teuer, es gebe jedoch ein erhebliches Potential an Technologie-Innovation und Kostensenkung. Um das zu nutzen, müsse aber weiter ausgebaut werden. "Es gilt, die richtige Balance zu finden", sagt Baake im Interview mit dem Nordwestradio. "Wir sagen nicht: Stopp von Offshore, sondern drosselt die Ausbaugeschwindigkeit."
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29. Mai, 15:05 Uhr | Nordwestradio
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