Dokumentation
Sechs Monate lang haben Reporter von Radio Bremen und dem NDR recherchiert: Wo sind Hochburgen der Rechtsradikalen im Norden? Wo zeigt sich alltäglicher Fremdenhass? Wie kann man sich dagegen wehren? Die Dokumentation "Der Norden schaut hin" ist am 30. Januar um 20.15 Uhr im NDR Fernsehen zu sehen.
Rechtsextremes Gedankengut lauert überall – mitten in unserer Gesellschaft.
Sechs Monate waren wir unterwegs, in Straßen, Bussen, Schrebergärten, Kneipen und Wohnsiedlungen. In allen fünf norddeutschen Bundesländern haben wir uns umgeschaut, um ein umfassendes Bild zu zeichnen: Wie rechts ist der Norden?
In den Fernseh- und Radioprogrammen von NDR und Radio Bremen haben wir die rechtsextreme Szene in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Bremen und Niedersachsen noch genauer als bisher beobachtet. Und wir haben Kämpfer vorgestellt – Menschen, die sich gegen braunes Gedankengut zur Wehr setzen.
Die Dokumentation zeigt eine Bürgermeisterin in Mecklenburg-Vorpommern, die gegen viele Widerstände dafür kämpft, dass ihr Ort kein "Nazi-Dorf" wird. Die Reporter zeigen, wie ein rechtsradikaler Verleger in Schleswig-Holstein Meinung in der Szene macht.
Dazu analysieren Experten das Wirken von Rechtsradikalen im Norden Deutschlands und erklären, warum deren Gedankengut so weit verbreitet ist. Gegner der rechtsextremen Szene berichten in der Dokumentation von friedlichen Aktionen, Unterstützer von Opfern erzählen von ihrer Arbeit.
Wie rechts ist der Norden? , [2:55]
Gespräch zur Dokumentation
In Bremen lässt sich das Filmteam erklären, welche Anziehungskraft rechtsextremistische Bands haben. Eine Hand voll Bands machen Bremen zu einer Hochburg rechter Musik, die deutschlandweit bekannt ist. Da Konzerte meist im Verborgenen stattfinden, führten uns die Recherchen über Umwege bis nach Frankreich.
Außerdem zeigt sich: Die rechte Szene in Bremen ist zwar klein – etwa 50 Personen sind dem Spektrum laut Verfassungsschutzbericht zuzurechnen – das Besondere sind die vielen persönlichen Verflechtungen. Da helfen Neonazis der NPD im Wahlkampf oder tauchen als Fans bei Hooligan-Konzerten auf.
Ideologie trifft auf gewaltbereite Leute. Das mache es gefährlich, sagt der Leiter des Bremer Verfassungsschutzes, Hans-Joachim von Wachter. "Wenn ich ein Konzert der Hooligan-Band KC habe, dort gehen auch Rechtsextremisten hin. Das heißt, wir haben die Gewaltbereitschaft der Hooligans und auf der anderen Seite die Rechtsextremisten und da geht eine enorme Gefahr von aus."
Das Ergebnis der Recherchen: Rechtsextremes Gedankengut ist alltäglicher, als viele wahr haben wollen. Es lauert überall – mitten in unserer Gesellschaft. Die Dokumentation, alle Geschichten und Erlebnisse sind online abrufbar. So ergibt sich ein umfassendes Bild – nach Ländern und Regionen sortiert.
Die Dokumentation im Netz
Das Video auf Abruf
Nach der Ausstrahlung am 30. Januar diskutiert Reinhold Beckmann mit Gästen aus Politik und Wissenschaft. Zuschauer können sich mit Kommentare oder Fragen per Mail, auf Facebook oder via Twitter beteiligen.
Die Dokumentation: Der Norden schaut hin
Dossier: Der Norden schaut hin
Gemeinsames Recherche-Projekt von NDR und Radio Bremen
Der Norden schaut hin: Die rechte Szene in Norddeutschland
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29. Mai, 15:05 Uhr | Nordwestradio
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Sendezeit:
Mo. - Fr., 7, 8, 12, 16, 17 Uhr
Info: Nordwestradio Journal
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