Ein Jahr Regio-S-Bahn Bremen/Niedersachsen
Corinna Hagedorn ist Pendlerin aus Überzeugung – der Umwelt zuliebe. Aber genauso überzeugt sagt sie: Bei der Regio-S-Bahn ist nach einem Jahr noch Verbesserungs-Potenzial. Täglich pendelt sie von Bremen St.-Magnus zum Bremer Hauptbahnhof. Wegen der vielen Kritikpunkte, die sie als Pendlerin hat, ist sie seit vier Jahren im Fahrgastbeirat des Verkehrsverbunds Bremen Niedersachsen (VBN). Das Interview führte Radio-Bremen-Reporterin Janine Horsch:
Corinna Hagedorn, Pendlerin aus Bremen-Nord und Mitglied im Fahrgastbeirat des VBN.
Seit einem Jahr fährt die Regio-S-Bahn jetzt in Bremen und Niedersachsen. Wie ist Ihr Fazit als Pendlerin?
Hagedorn: "Meine persönlichen Erfahrungen sind unterschiedlich. Positiv ist auf jeden Fall, dass wir neue Fahrzeuge auf den Schienen haben. Aber schon wenn ich mit einer zusätzlichen Sporttasche zur Hauptfahrzeit einen Sitzplatz und Stauraum suche, wird es eng. Das ist der große Nachteil: die Züge sind auch schmaler geworden, und manchmal denke ich, dass das 'S' bei S-Bahn für 'Steh'-Bahn steht."
Sie haben die Hotline der Deutschen Bahn in ihrem Handy eingespeichert – brauchen Sie die wirklich so oft?
Hagedorn: "Klar, denn am Bahnsteig in St. Magnus kann ich mich überhaupt nicht informieren. Seit August haben wir aufgrund einer Baustelle weder eine Uhr, noch eine Anzeigentafel am Bahnsteig. Wir Fahrgäste wissen also überhaupt nicht, ob und wann ein Zug kommt. Vor allem für Pendler mit Anschlusszügen ab Bremen Hauptbahnhof ist das ein katastrophaler Zustand."
Sie sind skeptisch, wenn die Regio-S-Bahn die Strecke zwischen Bremen-Farge und Verden befährt – warum?
Hagedorn: "Weil ich nicht glaube, dass der Fahrplan wirklich eingehalten werden kann und es zu enormen Verspätungen kommen wird. Außerdem werden dann schmalere Züge den Pendler-Verkehr übernehmen – es ist ohnehin schon sehr voll zur Stoßzeit, das wird sicherlich nicht besser werden."
Neue Bahn auf dem Prüfstand, [3:52]
Eine Fahrt im neuen "Heidesprinter"
Mehr Platz aber weniger Plätze
Mit dem Heidesprinter nach Bremen
Erste Fahrt am Sonntagmorgen
Seit einem Jahr bedient die Nordwestbahn drei Strecken des Regio-S-Bahn-Netzes Bremen/Niedersachsen. Mit dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember ist eine vierte Strecke hinzugekommen: Von Verden (Aller) über den Bremer Hauptbahnhof bis nach Vegesack und weiter bis Farge. Sie sind eingeladen, uns Ihre Erfahrungen auf der neuen – oder auch auf den anderen regionalen Bahnstrecken mitzuteilen:
Online-Gästebuch: Erfahrungen mit der Regio-S-Bahn Bremen/Niedersachsen
Seit 11. Dezember 2011 gilt der neue Jahresfahrplan für die Bahnstrecken in Deutschland. Im Großraum Bremen wurde das Regio-S-Bahn-Netz erweitert und umfasst nun auch die Strecke zwischen Verden und Vegesack – einige Züge fahren auch direkt weiter bis Farge. Erstmals wird auch die Taktzeit auf einem Teilstück verkürzt: Zwischen Vegesack und dem Bremer Hauptbahnhof fahren die Züge in den Hauptverkehrszeiten alle 15 Minuten. Es ändern sich auch viele Abfahrtszeiten.
Darüber hinaus übernimmt die Osthannoversche Eisenbahn (OHE) die Verbindungen des Heidekreuzes und will dort neue Triebwagen einsetzen – sie so genannten Heidesprinter verbinden dann Bremen und Uelzen sowie Buchholz (Nordheide) und Hannover, jeweils über Soltau.
Ausbau des Regio-S-Bahnnetzes Bremen/Niedersachsen
Neue Strecken, neue Züge, neue Zeiten
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12. Juni, 17:45 Uhr | EinsPlus
Info: Die Rundschau
Sendezeit:
Mo. - Fr., 7, 8, 12, 16, 17 Uhr
Info: Nordwestradio Journal
![Globus mit Mikrofon davor [Quelle: Radio Bremen] Globus mit Mikrofon davor [Quelle: Radio Bremen]](/nordwestradio/sendungen/nordwestradio_journal/journal104_v-mediateaser.jpg)
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