Fahrplanwechsel am 11. Dezember
Mit dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2011 hat die Nordwestbahn dann auch die noch verbleibende Regio-S-Bahnstrecke zwischen Bremen-Vegesack und Verden (Aller) von der DB Regio übernommen. Die Deutsche Bahn hatte bis zur letzten Minute noch Bahnsteige erhöht und barrierefrei hergerichtet – denn dazu ist die Netztochter des Konzerns verpflichtet. Abzuwarten bleibt, ob die Nordwestbahn mit ihren festen Zügen – entweder drei oder fünf Waggons – auf dieser besonders stark frequentierten Strecke ausreichend Platz für die Fahrgäste haben kann und wird.
Video: Neue Bahn auf dem Prüfstand
Einstellungen, Infos und Kommentare
Die Bahnsteige sind maximal lang genug für eine Kombination von insgesamt zehn Wagen – anders als die DB Regio verfügt die Nordwestbahn nicht über Doppelstockwaggons. Zehn Regio-S-Bahn-Wagen entsprechen ungefähr vier Doppelstockwagen, allerdings sind in der S-Bahn rund ein Drittel davon Klappsitze in so genannten Mehrzweckbereichen – dort wo Fahrräder, Rollstühle und Kinderwagen Platz finden sollen.
Start geglückt: Neue S-Bahn-Linie von Bremen-Nord nach Verden, [4:13]
Gespräch mit Nordwestradio-Redakteur Gerald Sammet
Vernetzt künftig den Großraum Bremen noch mehr als bisher: Die Regio-S-Bahn.
Langes Warten auf die S-Bahn
Pläne für eine S-Bahn im Raum Bremen gab es bereits vor vielen Jahren. Zunächst hatte die Deutsche Bahn mit einem Netzt geworben, das neue Streckenführungen und eine kürzere Taktzeit versprach – so sollte es zum Beispiel eine Verbindung zwischen Sagehorn und Bremen-Mahndorf geben, ein Halt unweit des Einkaufszentrums „Weserpark“ war nicht ausgeschlossen. Seither sind viele Jahre vergangene – die Strecke zwischen Bremen und Hamburg wurde nach mehreren Ausschreibungen komplett an die Metronom Eisenbahngesellschaft vergeben, zwischen Sagehorn und Mahndorf fahren weiterhin nur Güter- und Fernverkehrszüge, die den Bremer Hauptbahnhof umfahren.
Neue S-Bahnlinie geht in Betrieb, [5:18]
Gespräch mit Nordwestradio-Redakteur Gerald Sammet
An Werktagen bietet die Nordwestbahn in den so genannten Hauptverkehrszeiten zwischen dem Bremer Hauptbahnhof und Bremen-Vegesack einen 15-Minuten-Takt an. Das bedeutet: In den Stunden, in denen bislang alle 30 Minuten ein Zug zwischen Verden und Vegesack fuhr, fahren jetzt vier Züge in beiden Richtungen pro Stunde – zwischen Vegesack und dem Bremer Hauptbahnhof ist dies zwischen 6:35 Uhr und 9:05 Uhr sowie zwischen 14:35 Uhr und 19:35 Uhr der Fall. Zwischen dem Bremer Hauptbahnhof und Vegesack zwischen 6:04 Uhr und 8:34 Uhr sowie zwischen 14:04 Uhr und 19:04 Uhr. Auf den anderen Strecken bleibt alles, wie es ist – allerdings ändern sich die Abfahrtszeiten.
Eine Pendlerin zeigt Schwachstellen auf
Ersatzlos entfällt die frühe Verbindung von Nienburg über Verden nach Vegesack. Konnte man bisher an Werktagen bereits um 4:40 Uhr in Nienburg (und entsprechend später an allen Unterwegsbahnhöfen) in die Regionalbahn nach Bremen steigen, so startet die Nordwestbahn erst in Verden. Ab Nienburg fährt der erste Zug künftig erst um 5:55 Uhr in Richtung Bremen.
Ein Jahr Regio-S-Bahn Bremen/Niedersachsen, [2:51]
Ein Rückblick von Janine Horsch
Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2010 startete die Osnabrücker Nordwestbahn auf zunächst drei Linien das neue Regio-S-Bahn-Netz. Das mehrheitlich zum französischen Veolia-Konzern gehörende Unternehmen hatte die Ausschreibung gewonnen und die Deutsche Bahn aufs Abstellgleis fahren lassen. Auf der Strecke geblieben ist dabei aber auch der Plan der dichteren Taktzeiten – mit einer kleinen Ausnahme. Stattdessen schrumpfte die Sitzplatzkapazität – was in den ersten Wochen und Monaten nach dem Start zu viel Ärger auf Seiten der Pendler führte. Teilweise wurden in der Folge dann längere Züge eingesetzt.
Der Radio-Bremen-Pendler-Check
Vor einem Jahr startete Radio Bremen den Pendler-Check. Hier können Sie nachlesen, was damals berichtet wurde.
Verwirrung bei den Fahrscheinautomaten
Sowohl die Nordwestbahn als auch der Metronom haben auf vielen Bahnsteigen inzwischen eigene Fahrscheinautomaten aufgestellt. Während beim Metronom auch Tickets angeboten werden, die nur auf den eigenen Zügen gelten – und dafür etwas günstiger sind, als die Fahrkarten zum DB-Normalpreis, bietet die Nordwestbahn nur das VBN-Angebot. Fahrscheine für den Fernverkehr (Deutsche Bahn) lassen sich nicht lösen, lediglich ein so genannter Antrittsfahrschein, der dann in einem Fernzug oder in einem Reisezentrum (nicht aber an einem DB-Automaten) zum Kauf einer Rest-Fahrkarte ohne Aufschlag berechtigt.
S-Bahn-Strecke Nordenham-Bremen: Nordwestbahn überfordert?, [5:43]
Gespräch mit Ina Korter (Bündnis90/Die Grünen, MdL)
Auf der Strecke zwischen Bremen Hauptbahnhof und Langwedel ändert sich aber noch mehr: Die Bahnstrecken durch die Heide (zwischen Bremen und Uelzen sowie zwischen Buchholz und Hannover, jeweils über Soltau) werden künftig auch von einem neuen Anbieter betrieben: Der so genannte Heidesprinter ersetzt hier die Triebwagen der DB-Regio. Auch hier ändern sich viele Abfahrtszeiten. Der Heidesprinter gehört zu einem neuen Bahnunternehmen, das sich "Erixx" nennt und Teil der Osthannoverschen Eisenbahn (OHE) ist. Diese wiederum ist auch am Metronom in Uelzen beteiligt – es handelt sich also nicht völlig um einen Neuling. Weiterhin bedient werden die Stationen Bremen Hbf, Achim und Langwedel.
Eine Fahrt im neuen "Heidesprinter"
Mehr Platz aber weniger Plätze
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12. Juni, 17:45 Uhr | EinsPlus
Info: Die Rundschau
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Info: Nordwestradio Journal
![Globus mit Mikrofon davor [Quelle: Radio Bremen] Globus mit Mikrofon davor [Quelle: Radio Bremen]](/nordwestradio/sendungen/nordwestradio_journal/journal104_v-mediateaser.jpg)
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