Gästebuch
Der, die oder das Gott? Ob gewollt oder nicht, mit ihrem Erziehungshinweis für kleine Kinder hatte Familienministerin Kristina Schröder (CDU) auch eine Geschlechterdebatte losgetreten. Jetzt kommt die Straßenverkehrsordnung mit geschlechtsneutralen Formulierungen daher. Zu "männliche" Begriffe werden gestrichen. Wird die Geschlechterdebatte auf die Spitze getrieben, oder ist sie zwingend notwendig, damit Frauen nicht diskriminert werden? Sagen Sie uns Ihre Meinung.
MH, 1. April 2013, 22:33 Uhr:
Wer andere belehren will, wie sie die deutsche Sprache zu benutzen haben und dann grammatikalischen Unsinn fabriziert wie "... wenn eine Gefährdung anderer am Verkehr Teilnehmenden ausgeschlossen ist.", muss sich über den Spott nicht wundern. Vielleicht sollte man (frau?) erstmal das Beugen von Substantiven üben.
Und mal eine ganz andere Frage: Wieso soll "Radfahrer" denn der Begriff für Männer sein, bei dem die Frauen "mit gemeint" sind? Meiner Erfahrung nach ist "Radfahrer" ein Begriff für Menschen beiderlei Geschlechts und "Radfahrerin" einer nur für die weiblichen. Wer nur die Männer meint, muss das ausdrücklich dazusagen oder das Nur-Frauen-Wort explizit danebensetzen. So wie noch in der alten StVO. Aber nein, das geht natürlich nicht. Dann wären ja plötzlich die Männer diskriminiert, weil ihnen ein eigenes Wort fehlt. Warum Generationen von Deutsch Sprechenden das nicht aufgefallen ist?
Anja Felstehausen, 1. April 2013, 16:44 Uhr:
Gleichberechtigung beginnt in unseren Köpfen. Wenn Frauen immer nur "Mitgemeint" sind, dann wird die weibliche Identität ignoriert. Und das hat etwas zu bedeuten. Stellten wir uns vor, alle bislang aus "Einfachheitsgründen" vermännlichten Begriffe und Worte würden aus "Einfachheitsgründen" ausschliesslich in der weiblichen Form benutzt. Es käme zu Gelächter und möglicherweise bei unseren Männern zu Protesten, weil .... sie nicht nur "Mitgemeint" werden wollen. Dreht man/frau es um, so wird deutlich, dass es eben doch etwas zu bedeuten hat, wenn das eine Geschlecht in unserer Sprache oft ignsoriert wird. Im Bundesland Bremen, in dem das Geld an allen Ecken und Kanten fehlt, haben wir tatsächlich auch viele andere Probleme. Aber das macht die Frage von geschlechterneutralen Bezeichnungen nicht weniger wichtig.
Harald Schmid, 1. April 2013, 09:39 Uhr:
Ich hab mir die Dokumentation vom ADFC dazu angeguckt, die einzigen Änderungen gegenüber dem Buch STVO, das ich besitze, ist Paragraph 53 ist geändert und diese geschlechtsspezifischen Bezeichnungen. Den Schilderwald wollte Minister Tiefensee schon beseitigen, auch die viel zu vielen Radwegschilder (Radfahrer können meistens auf der Straße fahren). Diese Arbeit ist sehr dürftig!
Lach mal, 30. März 2013, 18:45 Uhr:
Oh, mein Gott! Mehr fällt einem zu solchem Unsinn wirklich nicht ein. Vielleicht sollten wir anfangen, auch von WaschmaschinInnen und MesserInnen oder sonstigen ...Innen zu reden, damit sich ja keine Frau auf den Schlips, Entschuldigung, auf ihre SchlipsIn getreten fühlt.
Dass das die "übereifrige" Bremer Frauenbeauftragte gutheißt, wundert mich nicht. Ich zitiere mal den Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz a.D.: Einfach mal das Maul halten! Pardon, natürlich ihre MäulIn, soll ja keine Diskriminierung sein -)
Lily Weiss, 30. März 2013, 15:33 Uhr:
Hallo, ich glaube, dass Bremen ganz andere Probleme hat, wie wäre es mit einer gerechteren Schulpolitik u.s.w. als sich mit diesen kleinkarierten Dingen aufzuhalten und von den eigentlichen Problemen abzulenken?
Rolf D. Kremer, 30. März 2013, 05:59 Uhr:
neue Vorschläge dieser Art bitte auf meiner
Anrufbeantworterin hinterlegen. Der beste Vorschlag war eibn amtlicher Brief mit der der Unterschrift einer Dame, deren Dienstbezeichnung
als "Amtmännin" angegeben war.
VD, 29. März 2013, 16:28 Uhr:
Gendersprache ist Trottelsprache.
(der Sache dient sie somit eher weniger)
Emil Paul, 29. März 2013, 15:15 Uhr:
Hat man schon einmal an den ersten April gedacht?
Alles andere wäre großer Blödsinn!
Leon Herbst, 29. März 2013, 12:57 Uhr:
Die deutsche Sprache ist nichts weniger als das Mittel, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. Sie besitzt eine lange Geschichte und besitzt Wurzeln, die selbst über unsere heutige Art, sie zu verwenden, auf ihren Ursprung zurückführbar sind.
Wenn wir plötzlich anfangen, wegen eines Geschlechterstreits unsere Sprache zu verändern, dann zerstören wir einerseits unsere Verbindung zur Herkunft und andererseits verschieben wir ein Gleichgewicht, das schon längst ausgeglichen ist. Wer darauf geachtet hat, hat sicherlich gemerkt, dass die meisten Wörter und Artikel, die ich verwendet habe, nicht männlich sind.
Also warum beschweren wir uns über männliche Wörter und debattieren darüber, sie geschlechtsneutral zu machen, wenn wir im Gegenzug weibliche Wörter beibehalten.
Der einzige Effekt, den wir bewirken ist, dass wir unsere Sprache entweder vollständig geschlechtsneutral machen und zwischen das Frau und das Mann eines Tages nicht mehr unterscheiden, oder dass wir sie feminisieren.
Und ist das wirklich der Sinn der Sache?
Uta B., 28. März 2013, 19:09 Uhr:
Wie soll es mit der Gleichbehandlung aussehen, wenn ich als Rollstuhlfahrer an der Ampel stehe und auf "zu Fuß gehende" schaue, oder wenn auf anderen Schildern von "Rad fahrenden" die Rede ist? Ich gehe weder zu Fuß, noch fahre ich Rad - ich fühle mich hier krass diskriminiert und schließe mich einem anderen Schreiber an: wir sollten dieses Thema vorantreiben, das ist wirklich total wichtig! Denn: wir haben ja keine anderen Sorgen!
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