Chronik der Krawalle am Bremer Weser-Stadion
Veit Bendixen wollte am 6. Mai 1980 die Demonstration gegen die öffentliche Rekrutenvereidigung im Bremer Weser-Stadion beobachten. Deshalb nahm der Bremer Lehrer seine Videokamera mit und begab sich zum Osterdeich. "Dass das so eskaliert konnte ja niemand wissen", sagt er am Mittwochabend im Radio-Bremen-Fernsehregionalmagazin "buten un binnen". Genau das geschah aber, und Bendixen war mit seiner Kamera mittendrin. Dabei entstanden bisher unveröffentliche Aufnahmen über die schwersten Krawalle der Bremer Nachkriegsgeschichte.
Brennende Bundeswehrfahrzeuge auf dem Bremer Osterdeich am 6. Mai 1980.
Aus einem Protest von 10.00 Demonstranten gegen die Massenvereidigung von Rekruten der Bundeswehr im Bremer Weser-Stadion entwickelte sich eine Straßenschlacht. Es flogen Steine, Bundeswehrfahrzeuge wurden in Brand gesteckt, dann ging die Polizei mit Wasserwerfern und Knüppeln gegen die Demonstranten vor.
"Die Polizei ließ mich gewähren", sagt der Hobbyfilmer, "weil sie mich dank meiner professionellen Kamera für einen Fernsehreporter hielten". Und so filmte er die Krawalle von beiden Seiten. Mal aus dem Blick der Demonstranten, mal aus dem der Polizei. Angst habe er während der Aufnahmen damals nicht gehabt. "Erst als ich dann zuhause die Bilder sah wurde mir heiß und kalt", so Bendixen.
Aus den Aufnahmen hat Bendixen einen Film geschnitten, unterlegt mit Original-Stimmen aus der damaligen Zeit.
Bremer Krawalle zum großen Zapfenstreich
Rückblick auf den 6. Mai 1980
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12. Juni, 17:45 Uhr | EinsPlus
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