Hintergrund zum Autobahnring
Der juristische Streit um den geplanten Autobahntunnel zwischen Seehausen und den Stahlwerken in Bremen ist beendet. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat alle Klagen abgewiesen. Demnach darf Bremen den Tunnel im umstrittenen "Einschwemm- und Absenkverfahren" bauen. Das Land darf zudem aus Kostengründen auf die längere Tunnelvariante verzichten, die früher politisch gewollt und versprochen worden war
Lagepläne von Bohr- und Absenktunnel
Die Bremische Bürgerschaft hat mit großer Mehrheit beschlossen, möglichst schnell die Lücke zwischen der Stadtautobahn 281 und der Autobahn 1 in Bremen zu schließen. Damit folgte das Parlament der Empfehlung des Runden Tisches zur A 281, der einen Kompromiss zur umstrittenen Trassenführung zwischen der Neustadt und dem Autobahnzubringer Arsten vorgelegt hatte.
Streit gab es allerdings darüber, wie die Stadtautobahn in späteren Jahren in Richtung Brinkum weitergebaut werden könnte. Mit den Stimmen von FDP, Linken, SPD und Grünen legte sich die Bürgerschaft darauf fest, dass hierfür einzig ein Tunnel unter der Startbahn des Bremer Flughafens infrage kommt – fernab von Wohngebieten. Die CDU wollte dem nicht zustimmen, weil die Finanzierung dieser teuren Variante noch unklar ist
Nach einem Vorschlag des Runden Tisches soll der 600 Meter lange Abschnitt der Autobahn 281 von der Neuenlander Straße bis zum Zubringer Arsten jetzt etwa 50 Meter südlicher als bisher geplant verlaufen. Somit müsste ein dort ansässiger landwirtschaftlicher Betrieb nicht abgerissen werden. Außerdem verläuft die Autobahn auf der gesamten geplanten Strecke in einem Tunnel- und Trogbauwerk.
Video: Neuer Trassenverlauf der A 281 in der Neustadt
Einstellungen, Infos und Kommentare
Die neue Variante würde 15 Millionen Euro mehr kosten. Bisher waren insgesamt 80 Millionen für das Teilstück veranschlagt. Bremen muss jetzt mit dem Bund über die Mehrkosten verhandeln. Für eine endgültige Lückenschließung des Autobahnrings rund um Bremen fehlt jetzt noch bei Seehausen ein Tunnel unter der Weser hindurch.
Die Bundesregierung hat sich für den Weiterbau der Bremer Stadtautobahn mit neuem Trassenverlauf ausgesprochen. Das ist das Ergebnis eines Treffens von Bremens Verkehrssenator Reinhard Loske (Grüne) und Enak Ferlemann (CDU), Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium. Loske informierte den Runden Tisch darüber, dass die umstrittene Querverbindung und die als "Monsterknoten" bezeichnete Anbindung an die Autobahn 1 bei Brinkum wegfallen.
Dafür soll ein Teilstück der Autobahn tiefer gelegt werden. Das Verkehrsministerium lehnte aber auch einige der bisherigen Vorschläge ab. Dazu gehörte auch die Variante eines Tunnels unterhalb des Flughafens. Dies sei zwar wünschenswert aber sehr teuer, nämlich 270 Millionen Euro, erklärt Loske.
Stimmt der Runde Tisch dem Vorschlag der Bundesregierung zu, kann 2012 weiter gebaut werden. Falls nicht, will das Verkehrsministerium kein Geld für den Wesertunnel in Bremen-Seehausen bereitstellen. Der Tunnel wäre allerdings Voraussetzung für einen kompletten Autobahnring um Bremen
Die Planungen zum Weiterbau der Stadtautobahn A 281 gehen jetzt in Bremen in eine neue Runde. Anwohner, Behördenvertreter und Politiker treffen sich zum ersten Mal an einem so genannten Runden Tisch. Ziel ist es, endgültig zu klären, wie die Strecke zwischen Flughafen und der Autobahn 1 verlaufen soll.
Streit um die Stadtautobahn 281: Die Jahre 2010 / 2009
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