Weihnachtsansprache des Bürgermeisters
Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) hat allen Bremerinnen und Bremern gedankt, die sich ehrenamtlich engagieren. In seiner Weihanchtsansprache würdigte er ihren Einsatz ausdrücklich und bezeichnete ihn "als unverzichtbar für den sozialen Zusammenhalt". Böhrnsen wünscht sich außerdem ein friedliches Zusammenleben auf der ganzen Welt. Lesen Sie hier seine Weihnachtsansprache.
Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger
Mit dem Weihnachtsfest klingt das Jahr 2012 aus, Tage der Ruhe und Besinnlichkeit, nachdem die Adventszeit für viele mit Hektik verbunden war.
Weihnachten ist das Fest des Friedens.
Wir wünschen uns ein friedliches Zusammenleben in Israel, in Ägypten, im ganzen Nahen Osten, in Afghanistan und überall auf der Welt.
Doch in den vergangenen Monaten sind viele Menschen in höchster Not nach Deutschland geflohen. Sie suchen Sicherheit auch in unseren Städten Bremen und Bremerhaven.
Hier finden sie ein soziales Miteinander, eine Gemeinschaft, zu der alle gehören, die Jungen und die Alten, die Alteingesessenen und die Zugezogenen, und auch die Menschen, die hierher kommen, weil sie in ihrer Heimat nicht sicher leben können, verfolgt werden oder vor Krieg und Zerstörung fliehen.
Hier gehören sie alle dazu – und es geht uns alle an, wie wir auskömmlich und friedvoll miteinander leben können.
Die christliche Botschaft, die wir an Weihnachten feiern, gilt allen Menschen. Ihr Kern ist die Nächstenliebe.
Ich bin dankbar für die vielen Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt, die sich in ganz unterschiedlichen Aktivitäten für andere, für ihre Mitmenschen und ihr Umfeld einsetzen. Die in Initiativen und Vereinen mitarbeiten, die Geld geben für kulturelle oder sportliche Veranstaltungen, die selber etwas organisieren, andere zum Mitmachen motivieren und die in all diesem Tun ganz selbstverständlich ihre Freizeit zur Verfügung stellen.
Und ich danke allen, die sich an den Weihnachtstagen in den Dienst ihrer Mitmenschen stellen – ob sie in der Nachbarschaft Hilfe anbieten oder einem Fremden freundlich begegnen, ob sie als Polizisten oder Krankenschwestern oder in anderen Berufen ihren unverzichtbaren Dienst tun.
Ich möchte Sie alle, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ermutigen, sich weiterhin im bisherigen großartigen Maße für den sozialen Zusammenhalt einzusetzen. Denn da bleibt noch viel zu tun.
Wir brauchen den gemeinsamen Einsatz für eine friedlichen und gerechte Ordnung in unseren Städten und weltweit.
Ausgrenzung, Verunglimpfung und Gewalt müssen wir in einem breiten gesellschaftlichen Bündnis mit entschiedener Unterstützung der Behörden entschlossen begegnen.
Respekt und Anerkennung für jeden Menschen, gleiche Chancen für ein Leben in Würde, auf gute Bildung, fair bezahlte Arbeit und gutes Wohnen – das sind und bleiben die großen Herausforderungen.
Hier kann jeder Mensch seinen Beitrag leisten.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger
Weihnachten ist auch das Fest der Lichter und des Lichts.
"Alle Dunkelheit der Welt kann das Licht einer einzigen Kerze nicht auslöschen" – sagt der Volksmund.
Und diesen Satz kann man auch auf das menschliche Miteinander übertragen.
Das Licht einer einzigen guten Tat kann von aller Dunkelheit der Welt nicht ausgelöscht werden.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, Ihrer Familie und Ihren Freunden besinnliche und friedvolle Weihnachtstage.
Weihnachtsansprache 2012, [3:30]
Gesprochen vom Präsidenten des Bremischen Senats, Bürgermeister Jens Böhrnsen
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