Eisbären Bremerhaven
Die Eisbären Bremerhaven haben in der Basektball-Bundesliga für eine Überraschung gesorgt. Im vorgezogenen Nordderby bei den Baskets Oldenburg besiegten die Seestädter den Spitzenreiter mit 75:72 (38:32). Es war der dritte Sieg in der Nachbarstadt überhaupt und zugleich der dritte Sieg in Folge für das Team von Trainer Doug Spradley.
Sieg in Oldenburg - erfolgreiche Korbjagd der Eisbären.
"Wir haben sehr guten Basketball gespielt", sagte der Eisbären-Coach. "Wir haben von Anfang an mit viel Energie, mit viel Herz gespielt und von Anfang an sehr selbstbewusst." Besonders die Verteidigung habe gut gestanden, so Spradley. "Nur 72 Punkte abzugeben in Oldenburg, das ist eine gute Leistung."
Eisbären-Coach Doug Spradley zum Sieg in Oldenburg, [0:25]
Es war vielleicht sogar mehr - vielleicht gar die beste Saisonleistung der Eisbären bisher. Den Sieg hatte niemand erwartet. Er war so überraschend wie verdient. Schließlich ging es zum Tabellenführer nach Oldenburg. Zudem fehlte den Eisbären der verletzte Justin Stommes, Alex Harris und Stefan Jackson waren angeschlagen.
Doch davon war nichts zu spüren - besonders im ersten Viertel, in dem die Seestädter den Grundstein für den Erfolg legten. Die Eisbären waren die Spiel bestimmende Mannschaft - vorne wie hinten. In den ersten zehn Minuten gelangen den Oldenburgern schmeichelhafte 15 Punkte. Ganz anders Eisbären-Kapitän Jacob Burtschi. Er sorgte mit drei Dreiern in Folge für die schnelle Führung der Gäste. Über 14:6 und 24:15 reichte es zur Pause für einen 38:32-Vorsprung.
Bei den Oldenburgern war von Heimvorteil nichts zu sehen, was dem neuen Baskets-Trainer Sebastian Machowski gar nicht gefiel. "Wir sind leider zu spät in die Partie gestartet, die ganze Zeit hinterher gelaufen und das rächt sich dann", sagte Machowski. "Ich finde es einfach schade, dass wir ein Heimspiel nicht gewonnen haben und uns vor unseren Fans leider so präsentiert haben, dass wir nicht so aussahen, als sei das ein Heimspiel."
Oldenburgs Coach Sebastian Machowski nach dem Spiel, [0:19]
Dabei kamen die Baskets nochmal ran, führten im dritten Viertel sogar erstmals mit 47:46. Es war die schwächste Phase der Eisbären. Coach Spradley musste viel wechseln, was das Offensivspiel bremste. Der Ball lief nicht mehr. Plötzlich war das Spiel wieder offen - aber nur kurz. Denn genauso plötzlich drehte Eisbären-Center Scott Morrison auf. Er war mit 19 Punkten der erfolgreichste Werfer der Bremerhavener.
Was im letzten Viertel folgte, war ein Basketball-Krimi vom Feinsten. Und das, obwohl die Eisbären zwischenzeitlich wieder mit neun Punkten vorne lagen. Denn Oldenburg kam auf einen Zähler ran 65:66, 37. Minute. 43 Sekunden vor Schluss verkürzte Oldenburgs Julius Jenkins auf 68:70. Doch die Seestädter zeigten sich nervenstark von der Freiwurflinie - allen voran: Alex Harris. Harris verwandelte vier Freiwürfe in Folge und sicherte den Erfolg der Eisbären. Denn vier Sekunden reichten Julius Jenkins nicht, um beim Stand von 72:75 noch einen Dreier für die Baskets zu versenken.
"Das war ein super Sieg. So ein Derby ist natürlich immer was Besonderes und wir sind von Anfang an gut ins Spiel gekommen", freute sich der deutsche Eisbären-Nationalspieler Philip Zwiener. "Wir haben zusammen gehalten und konnten dem Druck, den Oldenburg gemacht hat, standhalten und das Ding Gott sei dank ganz knapp gewinnen."
Die Eisbären konnten durch den Sieg auf den achten Tabellenplatz vorrücken. Nach sechs Spieltagen ist die Bilanz ausgeglichen: drei Siege, drei Niederlagen.
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