Eisbären Bremerhaven
Gleich zwei Nord-Süd-Gipfel stehen am Samstag an. Am Nachmittag treten die Kicker von Werder Bremen beim FC Bayern München an und am Abend empfangen die Eisbären Bremerhaven die Basketballer aus der bayerischen Landeshauptstadt. "Ich glaube, dass sowohl im Fußball als auch im Basketball Bayern momentan die absolute Nummer Eins ist. Wir werden es beide nicht einfach haben", prognostiziert Eisbären-Manager Jan Rathjen, der am Mittwoch im Sportblitz zu Gast war.
Streng genommen ist Bayern München im Basketball derzeit "nur" die Nummer zwei hinter den Baskets Bamberg. Allerdings haben die Münchner den Doublesieger erst kürzlich aus dem Pokal geworfen. Überhaupt läuft es für die Bayern seit der Amtsübernahme von Trainer Svetislav Pesic Ende Novemer letzten Jahres ausgesprochen gut. Sein Team gewann elf der letzten zwölf Partien. Die Saison der Eisbären Bremerhaven hingegen verläuft wenig konstant. Zuletzt hagelte es vier Niederlagen in Folge. Insgesamt verloren die Eisbären sechs ihrer letzten sieben Partien. In der Tabelle sind sie auf Rang 13 abgerutscht:
Vier Punkte fehlen für den Sprung in die Playoffs. Aber vier Punkte beträgt auch der Abstand auf einen Abstiegsplatz. "Man hat natürlich noch die Chance die Playoffs zu erreichen, wobei momentan wir schon den Ernst der Situation erkannt haben und man erstmal gucken muss, dass man von unten wegkommt", so Jan Rathjen.
Eisbären Trainer Doug Spradley ist trotz des aktuellen Negativlaufs unumstritten. "Wir haben dieses Jahr durchaus beeindruckend gezeigt, dass wir Basketball spielen können. Gerade zuletzt bei Alba Berlin haben wir eine sehr, sehr gute Leistung gezeigt. Leider nicht gewonnen, aber man hat dort gesehen, dass die Mannschaft intakt ist", bilanziert Jan Rathjen. "Deshalb steht der Trainer überhaupt nicht zur Diskussion." Dass die Eisbären den Kader vor Abschluss der Transferperiode am 28. Februar noch verstärken, scheint dagegen wahrscheinlich. Auch wenn Manager Rathjen einschränkt: "Wenn wir noch einen Spieler finden, der uns definitiv weiterhilft, dann werden wir zuschlagen, aber nicht um jeden Preis".
Am Samstag geht es nun in der ÖVB-Arena gegen Bayern München. Dass der Austragungsort nach der jüngsten Niederlage dort gegen die Artland Dragons ein schlechtes Omen ist, glaubt Jan Rathjen nicht. "Wir spielen in Bremerhaven mal gut mal schlecht, auswärts und in Bremen genauso, das heißt, wir haben leider keine Konstanz. Nicht in Bremerhaven, nicht in Bremen und auch nicht auswärts", so der Manager, um schmunzelnd hinzuzufügen: "Das heißt, es kann alles passieren am Samstag!"
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