Baskets Oldenburg
Mit einer äußerst knappen Niederlage sind die Baskets Oldenburg am Dienstagabend ins Playoff-Halbfinale der Beko Basketsball Bundesliga gestartet. Gegen Ulm hatten sie mit 84:86 das Nachsehen. 4621 haben den Basketball-Krimi in der neuen großen Oldenburger Arena verfolgt. Im Interview blickt Baskets-Geschäftsführer Hermann Schüller auf die Partie zurück und blickt in Sachen Zuschauerentwicklung optimistisch in die Zukunft.
Hermann Schüller, Geschäftsführer der Baskets Oldenburg.
Mehrmals hatten die EWE Baskets am Dienstag die Chance auf die Entscheidung. Schmerzt die Niederlage daher doppelt?
Das Ergebnis ist natürlich bitter. Wir haben ein intensives Spiel mit echtem Playoffcharakter erlebt und gegen eine Mannschaft, die immerhin Vizemeister ist und in dieser Saison nicht zuletzt dank der großartigen Ergebnisse im Eurocup einen weiteren Schritt nach vorne gemacht hat, auf Augenhöhe agiert. Das ist das, was auf der positiven Seite stehen bleibt. Dass Rickey den letzten Wurf dann daneben gezielt hat, ist schade, aber unser Kapitän hat Verantwortung übernommen. Seiner guten Leistung blieb die Krönung leider versagt.
Wie sehr fürchten Sie nun ein Saisonende?
Furcht ist hier vollkommen fehl am Platze. Unsere Mannschaft hat in dieser Saison immer wieder mit einer tollen Antwort auf die sehr wenigen Niederlagen reagiert und sich selber mit noch mehr Arbeit und noch mehr Intensität in eine gute Position gebracht. Daher bin ich mir sicher, dass die extrem knappe und unglückliche Niederlage zusätzliche Reserven beim Ehrgeiz weckt. Ulm ist bekanntlich ungemein heimstark, aber auch uns ist bewusst, dass man ohne Auswärtssieg kaum durch die Playoffs kommen wird. Warum soll uns das nicht direkt am Samstag gelingen?
Am Dienstag waren 4621 Zuschauer in der großen EWE ARENA. Ist das nicht angesichts des sportlichen Erfolgs eine Enttäuschung für ein Halbfinalspiel?
Es wäre leicht, jetzt in den Chor des Haderns einzustimmen. Aber: Wir hatten jetzt innerhalb von viereinhalb Wochen fünf Heimspiele mit über 27.000 Zuschauern! Das ist eine für Oldenburg grandiose Zahl, auf die wir sehr stolz sind. Natürlich wäre es für uns nicht akzeptabel, wenn wir in der entscheidenden Saisonphase in Zukunft immer so viele freie Plätze haben, aber wir wissen schon einzuschätzen, was diesmal dazu geführt hat, dass die Arena nur zu 75 Prozent gefüllt war. Nach dem Sieg am Samstag gegen Bonn lagen zwei Feiertage vor dem unmittelbar darauf folgenden nächsten Auftritt, zudem hatten wir schon immer Probleme mit Spielen unter der Woche. Zu allem Überfluss gastierte auch noch Werder Bremen in Oldenburg und band einige Sportfans.
Das heißt aber auch, dass im Sommer viel Arbeit vor allen liegt.
Richtig, darauf sind wir aber vorbereitet. Uns blieb summa summarum extrem wenig Zeit, um eine ganze Reihe von Höhepunkten vorzubereiten. Alle Kräfte waren auf die Arena-Einweihung konzentriert, direkt danach stand das EuroChallenge-Final Four auf dem Programm - nur um eine Woche später in die Playoffs zu starten. Nach der Saison folgt eine längere Phase, um uns ganz auf die neuen Voraussetzungen einzustellen. Daher bin ich der Überzeugung, dass wir am Ende eine stets sehr gut besuchte EWE ARENA erleben werden.
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