Uefa EURO 2012™
Er ist einer der wenigen Ukrainer in der Bundesliga: Viktor Skripnik von Werder Bremen. Acht Jahre lang hat er im Weserstadion die linke Seite beackert, heute trainiert der 42-Jährige Werders U 17. Bei der Euro 2012™ ist er Co-Kommentator fürs ukrainische Fernsehen. Von einem Turnier-Boykott wegen der politischen Unruhen in seinem Heimatland hält er nichts - und hat trotzdem einen Weg gefunden, seinen Unmut zu äußern.
Victor Skripnik hat von 1996 bis 2004 bei Werder Bremen gespielt
"Ich bin der Meinung, Politik und Sport darf nicht eng verbunden sein. Ich glaube, es ist die falsche Richtung, wenn Menschen nicht zu einem Sportevent, einer Welt- oder Europameisterschaft fahren, weil ein Land sich so verhält", sagt Viktor Skripnik im Interview mit dem Fußball-Magazin 11Freunde.
Aber er hat auch Verständnis, wenn manche das anders sehen. Und protestiert auf seine ganz eigene Art und Weise: "Einen Boykott muss man nicht zwingend durch einen Nichtbesuch zeigen. Ich beispielsweise boykottiere auch: Ich verzichte auf VIP-Karten, kaufe mir stattdessen die einfachen Tickets und sitze in irgendeinem Eck des Stadions."
Skripnik hofft, dass sein Land von der Euro 2012™ profitiert. Ähnlich wie nach der Weltmeisterschaft 2006: Damals wandelte sich das Deutschland-Bild vieler Menschen in ein deutlich Positiveres als zuvor. "Nicht nur die Infrastruktur soll sich verbessern, sondern auch das Ansehen in Europa. Die Besucher sollen die Ukraine als ein Land mit netten Leuten in Erinnerung behalten", so der ehemalige Bundesliga-Spieler.
Sollten Deutschland und die Ukraine im Laufe des Turniers aufeinander treffen, drückt der Wahl-Bremer seinem Heimatland die Daumen. Im Halbfinale könnte es theoretisch so weit sein. "Ich bin natürlich für mein Land. Doch müssen wir realistisch sein, auch wenn es immer wieder Überraschungen gab, wie 1992 Dänemark oder 2004 Griechenland. Wichtig ist, dass sich die Mannschaft stets aufs Neue beweist und sich quält. Dann bin ich fest davon überzeugt, dass uns eine Überraschung gelingen kann."
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![Fußballerbeine und Ball, darüber ein Play-Zeichen [Quelle: Montage Radio Bremen/DAPD] Fußballerbeine und Ball, darüber ein Play-Zeichen [Quelle: Montage Radio Bremen/DAPD]](/sport/fussball/euro2012/em-radio100_v-mediateaser.jpg)
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