Werder Bremen
Am Sonntag treffen Werder Bremen und der Hamburger SV zum 98. Mal in der Fußball-Bundesliga aufeinander. Doch so ganz will sich das altbekannte Nordderby-Kribbeln dieses Mal nicht einstellen. Werders schmerzhafte 0:5-Pleite gegen Dortmund ist noch zu präsent. Eine Wiedergutmachung für das Debakel sei nicht möglich, sagte Trainer Thomas Schaaf. "Das Spiel ist vorbei, die 90 Minuten sind abgelaufen. Wir können nur das nächste Spiel gut machen. Und das erwarte ich", fügte er hinzu.
Video: Thomas Schaaf vor dem Nordderby
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Der Schock über die deutliche Niederlage saß auch in den Tagen nach dem Spiel noch tief. Werder hatte den Double-Sieger im eigenen Stadion über weite Strecken nach Belieben schalten und walten lassen, sich nicht gewehrt. "Wir müssen anders in den Zweikämpfen stattfinden. Gegen Dortmund haben wir die Dinge nur auf uns zukommen lassen, anstatt sie selbst anzugehen", sagt Schaaf im Rückblick auf das Spiel. Beim Nordrivalen in Hamburg soll sein Team anders auftreten. "Wir haben die Niederlage sehr intensiv erlebt. Ich glaube, das ist auch die richtige Reaktion auf so eine Partie, dass man nicht einfach weitermacht und darüber hinweg geht, sondern sich damit beschäftigt. Jetzt wird die Frage sein, wie man das im nächsten Spiel auch besser umsetzt", so der Trainer. Auf dem Trainingsplatz ging es unter der Woche jedenfalls intensiv zur Sache.
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Aber nicht nur das Selbstbewusstsein der jungen Bremer Mannschaft hat bei der Auftakt-Pleite gelitten. Auch das Ziel in der kommenden Saison im europäischen Wettbewerb vertreten zu sein, ist weiter in die Ferne gerückt. 22 Punkte stehen nach 18 Spieltagen zu Buche. Aktuell hat Werder fünf Punkte Rückstand auf Platz sechs. Mit einem Auswärtssieg am Sonntag könnte Werder mit dem HSV gleichziehen. Bei einer Niederlage wäre ein weiterer Konkurrent um sechs Punkte enteilt. Ein Blick in die Statistik des Nordderbys könnte den Bremern da als Mutmacher dienen: 33 Partien gewann Werder, 30 Mal siegte der Hamburger SV. In den letzten drei Duellen gingen die Bremer als Sieger vom Platz.
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Personell gibt es noch einige Fragezeichen bei Werder. Unklar ist, ob Aaron Hunt und Marko Arnautovic am Sonntag wieder einsatzbereit sind. Hunt pausiert mit einer Erkältung, Arnautovic hat einen Magen-Darm-Infekt. Beide haben seit Donnerstag nicht trainiert und noch ist offen, ob sie am Samstag wieder ins Training einsteigen können. Der Ausfall von einem oder gar beiden, wäre ein schwerer Verlust für Werder. Für Hunt könnte Mehmet Ekici in die Startelf rücken. Es wäre in dieser Saison sein erstes Spiel von Beginn an. Bisher kommt Ekici nur auf drei Kurzeinsätze.
Doch unabhängig von den krankheitsbedingten Veränderungen deuten sich noch weitere Wechsel in der ersten Elf an. Einiges weist darauf hin, dass Sebastian Prödl auf die Bank muss und Assani Lukimya für ihn den Platz neben Sokratis einnehmen könnte. Ein ähnliches Schicksal könnte auch Eljero Elia und Theo Gebre Selassie treffen. Schaaf ließ sowohl personell als auch taktisch mehrere Varianten üben.
Schaaf hofft auf Einsatz von Hunt und Arnautovic
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