Olympia 2012
Die Olympischen Spiele in London neigen sich dem Ende entgegen. Am Mittwochabend fand das Mannschaftsfinale der Tischtennis-Herren statt. Ohne deutsche Beteiligung - Timo Boll und Co. hatten ja am Mittag bereits um Bronze gekämpft. Tischtennis-Experte Mathias Arians war für die ARD in der Halle dabei und schildert den Abend aus seiner Perspektive. Er ist einer von drei Sportreportern von Radio Bremen, die an dieser Stelle regelmäßig aus London berichten.
Sportreporter Mathias Arians in London
Puh… Merkwürdige Situation. Zwölf Tage lang war ich nun täglich in der olympischen Tischtennis-Halle. Und nun, da gerade das Endspiel der Männer zwischen China und Südkorea läuft, fühle ich mich seltsam ausgepowert. China gegen Südkorea – im deutschen Radio findet dieses Finale nicht statt. Ich schaue also einfach nur zu. Keine Reportage, keine Interviews, keine Zusammenfassungen… einfach zuschauen. Olympia mal ganz anders.
Am Rande sei gesagt: China führt bereits mit 1:0.
Noch heute Mittag sieht das ganz anders aus. Da stehe ich noch voll unter Strom. Kleines Finale: Deutschland gegen Hongkong. Es geht um Bronze. Die deutsche Mannschaft gewinnt, und ich denke in diesem Moment, als Reporter gewinnt man irgendwie ein wenig mit. Fühlt sich zumindest so an. Nach dem Matchball verlasse ich meinen Reporterplatz auf der Tribüne und laufe runter in die Mixed-Zone. Das ist ein abgetrennter Bereich, in dem die internationalen Journalisten nach den jeweiligen Matches ihre Fragen an die Spieler stellen können. Dort unten treffe ich "unsere" Medaillengewinner. Selten habe ich Timo Boll, Dimitri Ovtcharov und Bastian Steeger so ausgelassen, fröhlich und zugleich erleichtert gesehen. "Heute", da waren sich die drei einig, "heute wird richtig gefeiert". Und zwar im sogenannten Deutschen Haus. All abendlich treffen sich dort Sportler, Sponsoren und Funktionäre. Manchmal findet sich auch ein Promi ein. Sei´s drum, ich habe heute Abend also noch einen Termin. Unsere ARD-Zentralredaktion möchte, dass ich dort ein bisschen Mäuschen spiele. Bitte gern! Ein Siegerbier mit den Jungs finde ich völlig in Ordnung.
Erwähnte ich, dass China inzwischen mit 2:0 führt?
Außerdem soll man die Feste ja feiern wie sie fallen. Und deshalb dürfte sich mein weiterer Abend ebenfalls lustig gestalten. Mit einigen Kollegen bin ich eingeladen auf die MS Deutschland. Auch das Traumschiff gilt in den Tagen von London als ein Treffpunkt, wo sich abends diverse Sportler treffen. So hat sich für heute unter anderem Diskus-Goldmann Robert Harting angesagt. Bin mal gespannt. Aber natürlich auch auf das Schiff. Seit zwei Wochen nun schon schaue ich von dem Balkon meines Appartements im 14. Stock auf das Achterdeck dieses Luxusdampfers. Heute Abend also wechsele ich endlich mal die Perspektive. Ich finde, dass ist ein richtig guter Plan zum Abschluss dieser olympischen Tischtennis-Wettbewerbe.
Apropos Abschluss: Das Finale geht gerade auf die Zielgerade. Armes Südkorea. Völlig überfordert …. Tja, und wo ich das so schreibe, wird mir doch ein wenig warm ums Herz. Nur noch ein paar Ballwechsel, und dann wird hier in der Halle endgültig das Licht ausgemacht. Und spätestens dann gehören Tischtennis und London 2012 der Vergangenheit an. Aber kein Grund sentimental zu werden. Schon morgen geht’s für mich weiter. Ich soll mich um Radsport kümmern. BMX, eine Trendsportart, in der die Radfahrer einen Parcours abfahren und dabei absolut gewagte Sprünge absolvieren…. Wird bestimmt spektakulär!
So wie gerade der Matchball… 3:0! Gold für China! Ob die wohl heute auch ein Bier trinken?
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