Sixdays
Auf Twitter haben sie es schon vor dem Start der Sixdays gepostet: "Wir wollen die Champagner-Korken knallen lassen!" Leif Lampater und Luke Roberts sind die Geheimfavoriten auf den Titel. Ihr Ziel ist klar: Sie wollen gewinnen. Das Besondere: Sie zwitschern auf Twitter, was das Zeug hält - mal aus Langeweile, mal, um die Taktik der Gegner hervorzukitzeln.
Video: Zwei Zwitschervögel auf Titeljagd
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Als Radrennfaher hat man viele Pausen. Nach dem Training, auf Reisen und zwischen den Rennen. Langeweile ist da vorprogrammiert. Nicht so bei Leif Lampater und Luke Roberts. Die beiden vertreiben sich die Zeit mit dem sozialen Medium Twitter. "Als Profifahrer hast du viel Zeit im Hotelzimmer alleine und nicht viel zu tun, manchmal in Ländern, wo du die Sprache im Fernseher nicht verstehst", sagt der Australier Luke Roberts. "Entweder guckst du dann eine DVD auf dem Laptop an oder du surfst im Internet. Bei Twitter kannst du viele Tage verbringen und so vergeht die Zeit schneller."
Ein Zeitverteib auf der einen Seite, auf der anderen wollen die beiden Profis aus dem Team sechs aber auch ihren Freunden und Fans etwas bieten. "Da in Kommunikation zu bleiben ist halt richtig toll. Ohne das wäre es gar nicht so möglich. Da kommt dann auch Unterstützung von außen, das ist schon super", sagt Leif Lampater.
Sie zwitschern, so viel es geht: Die Radprofis Leif Lampater und Luke Roberts.
Bei den Sixdays in Bremen sind zwar nicht alle Profis auf Twitter aktiv. Gelegentlich aber bietet sich die Möglichkeit, zu schauen, was die anderen fröhlich in die Welt zwitschern. "Man guckt mal rein klar. Es ist ja nicht so, dass einer Attacken ankündigt, aber es ist lustig. Wir machen Späße miteinander, man muss da manches auch ein bisschen ironisch sehen", sagt Lampater. Sein Kumpel Roberts hingegen nutzt Twitter bei größeren Radrennen wie der Tour de France, um Taktiken der Gegner auszuspionieren. "Wenn du die Tour de France fährst, dann kannst du da viel lernen, was die anderen Teams vor haben, bevor der Tag überhaupt angefangen hat", sagt Roberts. "Es ist manchmal gut, das alles durchzulesen vor dem Rennen."
Die beiden fahren bei den Sixdays im Schatten der Großen. Dabei müssen sich Lampater und Roberts gar nicht verstecken. Sie können mit den Favoriten Bartko/ Schep und Marvulli/ Kaltz durchaus mithalten. Luke Roberts ist Olympiasieger und mehrfacher Mannschafts-Weltmeister. Leif Lampater ist mehrfacher Weltcup-Gewinner, Deutscher Vizemeister und hat 2009 mit Erik Zabel die Bremer Sixdays gewonnen.
Doch ein Manko bleibt, denn Luke Roberts ist eigentlich mehr auf der Straße unterwegs als auf der Bahn. Trotzdem gibt sich der in Kerpen lebende Australier selbstbewusst: "Wir haben keine wirkliche Schwäche", sagt er. Und wenn Luke Roberts so etwas sagt, dann meint er das auch. "Wenn Luke sich was in den Kopf setzt, zieht er das auch richtig durch", sagt Teampartner Lampater. "Er wird von Tag zu Tag stärker, er hat einen Straßenmotor, der geht nicht kaputt."
Wenn das keine Kampfansage ist. Hinterm Berg halten die beiden damit jedenfalls nicht. Sie verfolgen strikt ihr Ziel, hier zu gewinnen. "Es wäre toll am Ende dieses Rennens, ein paar Champagner-Korken knallen zu lassen," sagt Lampater. Geht es nach den beiden, dann sieht der Tweet am Dienstagabend so aus: "Sieg! Die Champagner-Korken von uns sind bis unters Dach geflogen!"
Twitter-Account von Radprofi Leif Lampater
Twitter-Account von Radprofi Luke Roberts
Die neuesten Twitter-Meldungen
![Twitter-Logo [Quelle: Montage Radio Bremen] Twitter-Logo [Quelle: Montage Radio Bremen]](/wissen/twitter106_v-mediateaser.jpg)
Endergebnis 2013
| 1. Marvulli/Kalz 0 - 347 |
| 2. Lampater/Roberts 0 - 328 |
| 3. Bartko/Schep 0 - 302 |
| 4. Müller/Hester 1 - 257 |
| 5. Grasmann/Stöpler 3 - 150 |
| 6. Bengsch/Marquet 9 - 184 |
| 7. Mohs/Ciccone 12 - 159 |
| 8. Blaha/Hochmann 13 - 117 |
| 9. Barth/Graf 21 - 77 |
| 10. Edmüller/Kadlec 28 - 121 |
| 11. Thömel/Mørkøv 31 - 120 |
| 12. Schets/Hoffmann 47 - 90 |
Das Fahrerfeld 2013
24 Fahrer treten in Zweier-Teams an. Mit dabei sind auch die beiden Titelverteidiger Robert Bartko und Peter Schep. Mehr...
Audios und Videos
Regeln auf einen Blick
Wissen Sie, worum es bei einer Jagd geht? Wie funktioniert Scratch und was macht die Côte d´Azur in Bremen? Glänzen Sie mit Wissen rund um den Bahnrennsport. Wir haben wichtige Begriffe und Regeln zusammengefasst. Mehr...
Alle Artikel im Überblick
Alle Hintergründe zum Sechs-Tage-Rennen multimedial aufbereitet. Mehr...
6-Tage TV Spezial ab 19 Uhr
![Logo der Sendung 6-Tage TV Spezial [Quelle: Radio Bremen] Logo der Sendung 6-Tage TV Spezial [Quelle: Radio Bremen]](/sport/mehr/sechs-tage-rennen/tv-spezial100_v-mediateaser.jpg)
Radio Bremen zeigt vom 10. bis 16. Januar 2013 eine Sondersendung rund um die Höchstleistungen auf der Bahn und die Party in den Hallen. Im Studio moderieren Katja Runge und Felix Krömer. Hallenreporter vor Ort ist Dirk Meissner.
Hier können Sie Sendungen anschauen:
Sendung vom 16. Januar 2013, [25:18]
Sendung vom 15. Januar 2013, [25:18]
Sendung vom 14. Januar 2013, [25:17]
Sendung vom 12. Januar 2013, [14:58]
Sendung vom 11. Januar 2013, [25:18]
Sendung vom 10. Januar 2013, [21:40]
6-Tage-TV Special
Sechs-Tage-Radio
Sportreporter Axel Pusitzky berichtete live von der Rennbahn. Unser Mann fürs Bunte war Michael Kruse. Er sammelte Stimmen aus den Hallen und den Logen. Im Bremen-Eins-Studio hielt Moderator Ansgar Langhorst Sie auf dem Laufenden. Hier reinhören! Mehr...
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