SG Marßel
Für die Tischtennis-Damen der SG Marßel war es am Sonntag das Abschiedsspiel aus der 2. Tischtennis-Bundesliga. Innerhalb einer Stunde gewannen sie mit 6:0 gegen den TV Kupferdreh. So schnell hatte die SG Marßel damit noch nie ein Match in der Zweiten Liga gewonnen. Die Nordbremerinnen beendeten die Saison damit als Tabellendritter und steigen freiwillig in die Regionalliga ab. Der Grund: Zu wenig Geld.
Betreuerin Margarete Gluza, Lin Sievers, Ying Ni Zhan, Edo Wellmann, Yvonne Kaiser, Katharina Michajlova
In der Landskronahalle zog am Sonntag ein wenig Wehmut durch. Denn: Die rund 50 eingefleischten Tischtennisfans kamen ein letzets Mal zum Spiel des Zweitligisten. In der kommenden Saison tritt die Mannschaft freiwillig den Gang in die Regionalliga an, weil der langjährige Sponsor vor den Kosten kapituliert und die SG Marßel keinen neuen Geldgeber für die 2. Bundesliga gefunden hat.
Die Spielerinnen Lin Sievers, Heidrun Wöltjen und Janina Pauluschke haben genau wie Betreuerin Margarete Gluza die Zusage für die neue Saison gegeben. Die Zielsetzung haben die Damen schon klar vor Augen: "Wir wollen Meister werden und eventuell wieder aufsteigen", sagt Maragarete Gluza.
Ohne ihre Spitzenspielerin Guo Pengpeng, die grippekrank zu Hause geblieben war, hatten die Essenerinnen nicht den Hauch einer Chance. Marßel gab in den sechs Spielen nur einen einzigen Satz ab. Besonders schnell liefen die Doppel ab. In nur zwölf und 15 Minuten gewannen die Bremerinnen beide Doppel im Schnelldurchgang. "Ein superschneller und sehr schöner Saisonabschluss", findet Margarete Gluza. Für Marßels langjährigen Manager Edo Wellmann war es am Sonntag ebenfalls ein Abschiedsspiel - sein Amt wird jetzt Tobias Günsch übernehmen.
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