28. Januar 2013, 11:37 Uhr
Werder Bremen
Der Fehlstart in die Bundesliga-Rückrunde ist perfekt. Werder Bremen hat nach dem peinlichen 0:5 gegen Dortmund am Sonntag auch das Nordderby in Hamburg verloren. Bei der 2:3-Niederlage sahen die Zuschauer zwar kein hochklassiges aber ein unterhaltsames Spiel, das die Bremer etwas unglücklich verloren. Zudem sind Clemens Fritz und Marko Arnautovic mit Gelb-Rot vom Platz geflogen und am Freitag gegen Hannover gesperrt.
Der HSV rennt den Bremern davon - nicht nur in der Tabelle.
Werder war in großen Teilen selbst Schuld an der zweiten Niederlage in Folge. Vorne nutzten die Bremer ihre Chancen nicht, in der Defensive waren sie anfällig wie eh und je. Thomas Schaaf bekommt das Abwehrverhalten seiner Mannschaft einfach nicht in den Griff. "Wir müssen aufpassen, dass wir in keine Krise kommen. Wir sind frustriert, jetzt müssen wir uns da rausekeln, rauskämpfen", forderte hinterher Nils Petersen.
Video: Bremer Stimmen zum Spiel
Einstellungen, Infos und Kommentare
Dabei hatten die Bremer einen guten Start erwischt. Innenverteidiger Assani Lukimya, der für Sebastian Prödl in die Startelf gerückt war, schoss bei seinem fünften Einsatz von Beginn an sein erstes Tor für Werder. In der neunten Minute köpfte er eine Flanke von Aleksandar Ignjovski über die Linie.
Doch hinten verfiel Werder in alte Schwächen. In der 22. Minute ließ sich erst Rechtsverteidiger Theodor Gebre-Selassie ausspielen, dann stemmte sich Torwart Sebastian Mielitz nicht energisch genug gegen den Schuss von Heung-Min Son zum 1:1. "Mit etwas Glück halte ich den", gab Mielitz dann später auch zu.
Interview Lukas Schmitz, [1:09]
Beim zweiten Tor der Hamburger, nur Sekunden nach Beginn der zweiten Halbzeit, hatte indes Torschütze Dennis Aogo Glück, dass der Schiedsrichter sein Handspiel nicht bemerkte. Aogo hatte den Ball im Strafraum mit dem Oberarm mitgenommen. Das Tor hätte nicht zählen dürfen. Das 3:1 fiel in der 52. Minute per Konter durch Artjoms Rudnevs. Werders Anschlusstreffer durch Sokratis (55.) war zu wenig.
Auch wenn die Bremer gegen den HSV deutlich mehr Einsatz und Zweikampfstärke zeigten als bei der Heimpleite gegen Dortmund, sie machten dennoch viel zu viele Fehler. In der Defensive aber auch in der Ballbehauptung. Zudem fügten sich die Bremer einen großen Schaden noch selbst zu. Erst sah Werder-Kapitän Clemens Fritz die gelb-rote Karte, kurz vor Ende der Partie dann auch Marko Arnautovic. Nach einem Foul, für das er gelb sah, deutete der Österreicher einen Schuss in Richtung Schiedsrichter an - und sah gelb-rot.
Interview Thomas Schaaf, [1:45]
Nach vier Spielen ohne Sieg sind die Bremer nun schon sieben Punkte von einem Uefa-Cup-Platz entfernt und stecken auf Platz Zwölf tief fest im unteren Mittelfeld.
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