15. September 2012, 17:40 Uhr
Werder Bremen
Per Strafstoß brachte Aaron Hunt die Bremer zurück ins Spiel
Zwei Gegentore in 10 Minuten. So begann das Spiel in Hannover für Werder Bremen katastrophal. Gerade einmal sechs Minuten hielt das 0:0. Nach einem Freistoß durch Szabolcs Huszti geriet Werder dann bereits in Rückstand. Aus 25 Metern schoss der Hannoveraner über die Mauer der Bremer.
Nur vier Minuten später legte der Ex-Bremer Leon Andreasen noch einen drauf und erzielte das 0:2 aus Bremer Sicht per Kopf. Huszti hatte zuvor ungehindert flanken können. Werders Sokratis stand kurz vor dem Tor zu weit von Andreasen entfernt, um das Gegentor zu verhindern.
Erst ein Handspiel von Mario Eggimann in der 26. Minute brachte die Bremer zurück ins Spiel. Schiedsrichter Deniz Aytekin gab Elfmeter. Den Strafstoß verwandelte Werders Aaron Hunt sicher zum Anschlusstreffer.
Das Spiel gegen Hannover wurde für Neuzugang Assani Lukimya zum Debüt im Bremer Bundesliga-Team. Der Innenverteidiger musste kurzfristig Sebastian Prödl ersetzen und schaffte es so in die Startelf. Werders Österreicher hingegen kam durch muskuläre Probleme nicht einmal mehr als Ersatzspieler in Frage. Auch Werders neuer Stürmer Joseph Akpala bekam in diesem Spiel das Vertrauen von Trainer Thomas Schaaf. Er ersetzte ab der 70. Minute Nils Petersen und erhielt dadurch mehr Spielzeit als bei seinem ersten Kurzeinsatz gegen den Hamburger SV.
Dass nur zwei Minuten später der Ausgleich fiel, war allerdings nicht der Verdienst des neuen Stürmers. Der Torschütze hieß Kevin de Bruyne. Werders Belgier schoss nach einer Flanke von Elia das 2:2 aus kurzer Distanz. Damit belohnte sich Werder für ein deutlich besseres Auftreten in der zweiten Halbzeit.
Für weitere Aufregung sorgten gleich zwei abgepfiffene Bremer Tore kurz darauf. Zunächst gab Schiedsrichter Aytekin einen Kopfballtreffer von Sokratis nicht. Der Grieche war beim Abspiel knapp im Abseits. Wenig später traf auch Lukimya in das Tor der Hannoveraner. Hier pfiff der Unparteiische ein angebliches Foul von Sokratis ab, das war allerdings für viele nicht nachzuvollziehen.
Bitter für Werder, denn trotz guter Bremer Chancen waren es die Hannoveraner die letztlich das entscheidende Tor erzielten. Nach einem Konter in der Nachspielzeit traf Szabolcs Huszti per Seitfallzieher zum Endergebnis. Durch seinen Jubel am Zaun mit den Fans, bei dem er sein Trikot auszog, kassierte der Hannoveraner noch Gelb-Rot und musste so das Spiel vorzeitig beenden. Kurz vor dem Abpfiff war das für das Spiel gegen Werder allerdings unerheblich.
Interview Nils Petersen, [1:12]
Interview Thomas Schaaf, [1:49]
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