18. Januar 2012, 6:43 Uhr
Bremer Sixdays 2012
Sieben Runden vor dem Ende der letzten großen Jagd war es vollbracht. Robert Bartko (Potsdam) und Peter Schep (Niederlande) hatten nach einem 13 Bahnlängen andauernden Sprint wieder das Ende des Feldes erreicht. Rundengewinn für das Favoriten-Duo. Und zwar nicht irgendeiner. Es war der alles entscheidende beim 48. Bremer Sechstagerennen.
Franco Marvulli / Marcel Kalz (2. Platz), Robert Bartko / Peter Schep (1. Platz) und Iljo Keisse / Leif Lampater (3. Platz).
Auch der Zielsprint auf der Schlussrunde und die damit verbundene Punktevergabe konnte nichts mehr am Ausgang des Rennens ändern. Das als Favorit angetretene Duo Bartko/Schep sicherte sich den Gesamtsieg in der Bremer Stadthalle mit einer Runde Vorsprung vor Franco Marvulli und Marcel Kalz (Schweiz/ Berlin), Leif Lampater und Iljo Keisse (Rosenheim/Belgien) und Marc Hester/Andreas Müller (Dänemark/ Österreich). "Bombastisch", nannte der neue Sportliche Leiter der Sixdays, Erik Weispfennig, das packende Finale am Dienstagabend und unterstrich: "Spannender hätte man sich es nicht wünschen können."
Franco Marvulli und Marcel Kalz hatten nach Punkten kurz vor Rennende noch uneinholbar vor den späteren Siegern in Führung gelegen. Gerade waren die vier rundengleichen Spitzenteams erst aus einer erneuten Überrundung des Feldes in gleiches zurückgekehrt, als das Gespann einen weiteren Angriff wagte. "Das war unsere einzige Chance auf den Sieg. Und die haben wir genutzt", sagte Bartko später. Eine so genannte Doublette, zwei Rundengewinne direkt hintereinander, hatte den Favoriten eine Runde Vorsprung und somit den Sieg beschert. "Es war eine Wahnsinnsjagd und ein irres Finale", kommentierte Bartko den Schlussakt der Sixdays, die nach Jahren unter der Leitung des Bremer "Sechs-Tage-Chefs" Frank Minder nun von einem neuen Veranstalterteam um Theo Bührmann und Hans Peter Schneider durchgeführt wurden. "Es waren klasse sechs Tage. Dieses Rennen wird es immer geben", war sich Bartko sicher.
Die neuen Veranstalter zeigten sich mit dem Verlauf der Veranstaltung und den Besucherzahlen in der zufrieden. Die Premiere ist gelungen, erklärten Bührmann und Schneider übereinstimmend. Nach ihren Angaben wurden 55.000 Eintrittskarten ausgegeben, davon 29.000 im direkten Verkauf. Der Rest wurde über Sponsoren gratis abgegeben. Damit sei man leicht über die selbstgesteckte Zielmarke von 50.000 Karten gekommen. Außerdem habe man einen kleinen Überschuss erwirtschaftet. Auch Bremens Wirtschaftsstaatsrat Heiner Heseler zeigte sich zufrieden, das Sechs-Tage-Rennen im neuen "Sixdays"-Gewand sei von den Besuchern positiv angenommen worden. Er werde sich dafür einsetzen, dass es auch in den nächsten beiden Jahren ein Sechs-Tage-Rennen in Bremen geben werde. Die Veranstalter selbst haben bereits mit der Planung für das Jahr 2013 begonnen.
Bartko und Schep überrollen das Feld
Bilanz Bremer Sixdays: Vielversprechender Neubeginn , [4:46]
Das Finale, [2:31]
Am Ende den längeren Atem gehabt, [1:07]
Gesamtergebnis 2012
Bremen hat gewonnen
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