9. Februar 2013, 17:54 Uhr
Werder Bremen
Ganze 28 Minuten durfte Mehmet Ekici in der Hinrunde für Werder ran. Seit dem Nordderby beim HSV gehört der türkische Nationalspieler zur Startelf. Gegen den VfB Stuttgart war er beim 4:1 nun der entscheidende Mann, erzielte zwei Treffer für Grün-Weiß und bescherte Werder den zweiten Sieg in Folge.
Die Bremer bejubeln den zweiten Sieg in Folge.
In der 85. Minute verließ Ekici unter dem Applaus der mitgereisten Werder-Fans den Platz. Für ihn kam Sebastian Prödl, ein Innenverteidiger, der den Spielstand von 3:1 absichern sollte. Dass Werder in der Nachspielzeit durch Kevin de Bruyne sogar noch das 4:1 erzielte, geriet im Schatten der Ekici-Gala fast zur Nebensache.
Audio: Matchwinner Mehmet Ekici im Interview
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„Ich weiß, was ich kann und habe immer an mir gearbeitet und an mich geglaubt“, sagte Ekici, von Vielen schon als Fehleinkauf abgestempelt, nach seinem größten Tag in anderthalb Jahren in Grün-Weiß. In der 34. Minute war er zum ersten Mal frei vor dem Tor aufgetaucht und hatte Stuttgarts Torwart Sven Ulreich nach einer strammen de Bruyne-Flanke aus kurzer Distanz keine Chance gelassen. Eine gute Viertelstunde vor Schluss zirkelte er dann einen direkten Freistoß passgenau unter die Latte zum 3:1 ins Tor.
Die Stuttgarter, zuletzt mit vier Niederlagen in Folge, hatten jeweils zu Beginn der beiden Halbzeiten kurze Stärkephasen. In der 50. Minute traf Ibrahima Traoré zum zwischenzeitlichen 1:1: Der Offensivspieler schoss den Ball mit dem Schienbein unhaltbar für Sebastian Mielitz ins lange Eck. Ansonsten hatte Werder das Geschehen unter Kontrolle und nutzte die Löcher in der Stuttgarter Abwehr gnadenlos aus.
Audio: Werder-Trainer Thomas Schaaf im Interview
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Aaron Hunt konnte nach einer Stunde einen der zahlreichen Patzer in der VfB-Abwehr nutzen: Petersen hatte den Ball von Kvist erobert, schickte Hunt steil, der den Ball mit links in die lange Ecke zur erneuten Bremer Führung einschob. Kevin de Bruyne, der in der ersten Halbzeit schon den Pfosten getroffen hatte, besorgte in der Nachspielzeit den Endstand: Nach einem langen Abstoß von Sebastian Mielitz setzte sich der Belgier auf der rechten Seite durch, legte sich den Ball selbst vor, um ihn schließlich über Ulreich zu lupfen.
Zwei Siege in Folge waren Werder zuletzt im November 2011 gelungen. Nun hat die Mannschaft von Thomas Schaaf ein beruhigendes Zwölf-Punkte-Polster auf die Abstiegszone. Bremer Fans dürfen den Blick wieder nach oben richten. Zwar steht der elfte Tabellenplatz immer noch für graues Mittelmaß. Das Ziel der Träume, der sechste Platz, der am Saisonende zur Teilnahme an der Europa League berechtigen würde, ist nur noch zwei Punkte entfernt.
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