23. September 2012, 19:50 Uhr
Werder Bremen
Werder Bremen verpasst den zweiten Saisonsieg. Die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf gab am Sonntagabend eine 2:0-Führung gegen den VFB Stuttgart aus der Hand und kam am Ende nicht über ein 2:2 hinaus. Kevin de Bruyne und Zlatko Junuzovic trafen für die Bremer zum 2:0-Pausenstand. Martin Harnik (50.) und Cacau (82.) sicherten dem VFB einen Punkt.
Frust bei den Bremern
Werder nahm gleich zu Beginn das Heft in die Hand und spielte engagiert und zeigte mehr Initiative, das Spiel zu gestalten als die Gäste. Es dauerte jedoch rund 20 Minuten bis zur ersten Torchance. Aber die saß gleich: Eljero Elia passte zielgenau auf Kevin de Bruyne, der ließ das Leder auf Petersen abtropfen, erhielt den Ball unmittelbar zurück und jagte ihn unhaltbar für Sven Ulreich ins Tor. Zehn Minuten später hatten die Gäste eine Riesenchance auf den Ausgleich: Shinji Okazakis Kopfball verfehlte das Bremer Tor nur knapp. Stattdessen waren nun wieder die Bremer am Zuge. Zlatko Junuzovic erzielte nach Vorarbeit von Nils Petersen in der 34. Minute das 2:0.
Audio: Interview Thomas Schaaf
Einstellungen, Infos und Kommentare
Nach der Pause kam der VFB deutlich aktiver aus der Kabine. Trainer Bruno Labbadia schickte Ibrahima Traoré für Tunay Torun aufs Feld. Ein Wechsel, der sich bezahlt machte. In der 50. flankte Traoré von links auf den freistehenden Ex-Werderaner Martin Harnik, der keine Mühe hatte, den Ball ins Tor zu köpfen. Das Treffer gab den Gästen Auftrieb, fortan drängten sie auf den Ausgleich. Werder kam zwar mit schnellen Kontern dem VFB-Tor gefährlich nah, aber die Stuttgarter hatten nun mehr vom Spiel. Und noch bei einem weiteren Wechsel bewies Labbadia ein glückliches Händchen: Mit praktisch seiner ersten Ballberührung legte Georg Niedermeier für Cacau auf, der den Ball dann an Mielitz vorbei ins Tor befördern konnte (81.). In der Schlussphase ging es noch einmal hoch her. Zunächst sah Harnik für eine rüde Attacke an Sokratis die gelb-rote Karte (88.). Rot gab es in der Schlussminute für den, nur wenige Minuten zuvor eingewechselten Assani Lukimya nach einem harten Foul an Niedermeier.
Audio: Interview mit Klaus Allofs
Einstellungen, Infos und Kommentare
"Viel Lob kann es heute nur für die erste Halbzeit geben", so das Fazit von Werder-Sportdirektor Klaus Allofs über die Leistung seiner Mannschaft nach dem Spiel. Defizite sah Allofs in der zweiten Halbzeit vor allem in der Defensive: "Es kann nicht sein, dass es vier Minuten nach dem Wiederanpfiff 2:1 steht, da muss man sein Tor besser verteidigen". Die Mannschaft hätte zudem mehr auf den dritten Treffer drängen müssen. Im Hinblick auf das nächste Spiel in drei Tagen beim SC Freiburg sagte Allofs: "Wir haben heute eine gute Gelegenheit liegen lassen, aber es geht weiter. Wir haben gesehen, das wir das Spiel teilweise ganz gut führen, aber eben noch nicht über 90 Minuten. Jetzt müssen wir sehen, dass wir uns Schritt für Schritt nach vorne bewegen".
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