12. Mai 2013, 11:39 Uhr
Werder bleibt in der Bundesliga
Kevin de Bruyne, Aaron Hunt und Clemens Fritz lagen sich in den Armen und feierten die Rettung – nur Thomas Schaaf wirkte wie bei einer Trauerfeier. Äußerst genervt beantwortete der Trainer von Werder Bremen bei der Pressekonferenz nach dem schwer erkämpften 1:1 gegen Eintracht Frankfurt die Fragen der Journalisten speziell zu seiner Zukunft.
Thomas Eichin steht zu Schaaf: Er will den Trainer nach Spielende umarmen.
Der Klassenverbleib sei eine "schöne Nummer, aber nicht für mich", sagte der 52-Jährige, der am 11. Mai 2013 seinen 14. Jahrestag als Trainer der Bremer hatte. Zu viele Dinge seien in dieser Saison vorgefallen, da sei ihm nicht nach Feiern zumute, grummelte Schaaf und gab sich als Spaßbremse im Bremer Freudentaumel. Fast hatte es den Anschein, als sei für ihn schon klar, dass der Verein nicht mehr mit ihm weitermachen will. Dabei beteuerte Werder-Sportchef Thomas Eichin auf wiederholtes Nachfragen, ob der Ur-Bremer im August immer noch der verantwortliche Trainer an der Weser sei: "Ja. Warum werde ich das seit zwölf Wochen gefragt? Es ist unerträglich. Er hat einen Vertrag bis 2014 und ich habe nie etwas anderes gesagt." Eichin fügte noch hinzu: "Ich fühle mich bestätigt, dass wir an ihm festgehalten haben."
Dennoch steht nach wie vor der Satz von Geschäftsführer Klaus-Dieter Fischer im Raum, man werde nach der Saison "jeden Stein umdrehen" und auch über Personen sprechen. Dazu Schaaf: "Da müssen Sie Herrn Fischer fragen, was er damit meint." Ob er sich noch der Rückendeckung des Vorstands sicher sei? "Ich werde mich hüten, dazu etwas zu sagen", so Schaaf. Lobende Worte hatte er nur für die treue Unterstützung der Anhängerschaft und die Leistung von Kevin de Bruyne übrig, den er in einem Jahr zum Starspieler formte. Der Belgier machte keinen Hehl daraus, dass das Tor in der 22. Minute sein letztes im Weser-Stadion war: "Ich habe viele Angebote, aber ich weiß noch nicht, wohin ich gehe", sagte der vom FC Chelsea ausgeliehene Spieler. Er sei physisch in Bremen stärker geworden und habe Schaaf viel zu verdanken. Doch nun haben Vereine wie Dortmund und Leverkusen bessere Karten als die Bremer.
Eine Lanze für Schaaf brach Torhüter Sebastian Mielitz: "Ich habe ihm viel zu verdanken und würde mich freuen, wenn er bleiben würde. Das Thema haben wir nicht an die Mannschaft herangelassen." Das Team sei im Abstiegskampf zusammengewachsen und gereift, beteuerte er: "Das hat uns zusammengeschweißt." Nach dem Ausgleichstreffer durch Srdjan Lakic (51. Minute) drohte aber erneut alles zusammenzubrechen. Werder bekam das große Nervenflattern und blieb am Ende im zwölften Spiel in Serie ohne Sieg.
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